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Anfällige Flügel Airbus schickt A380 häufiger in Inspektion

Der A380 ist in Tests negativ aufgefallen: An den Flügeln wurde eine ungewöhnlich starke Materialermüdung festgestellt. Die Tragflächen des Jumbo-Airbus müssen nun doppelt so häufig zur Inspektion wie bisher.

Qantas-A380 landet außerplanmäßig
Dezember 2014Der Ausfall der Bord-Klimaanlage hat einen A380-Piloten in Australien zu einer außerplanmäßigen Landung gezwungen. Die Maschine landete am Montag in Perth ohne Zwischenfälle, wie die Fluggesellschaft Qantas mitteilte. Die Passagiere seien wohlauf. Wie viele Menschen an Bord waren, war zunächst unklar. Der Airbus war den Angaben zufolge auf dem Weg von Dubai nach Sydney, als in 12.000 Metern Höhe die Klimaanlage ausfiel. Der Pilot brachte die Maschine auf 3000 Meter Höhe, ließ vor der Küste über dem Indischen Ozean Benzin ab und landete auf dem Flughafen Perth. Quelle: REUTERS
Juni 2014Airbus geht nach einem Druckabfall bei seinem Flaggschiff A380 Umbauten an den Türen des weltgrößten Passagierjets an. „Etwa zehn Prozent der Türen müssen modifiziert werden“, sagte ein Airbus-Sprecher. Einem Bericht des NDR zufolge sollen sich bereits mehrere Fluggesellschaften bei Airbus über das Problem mit den Türen beklagt haben. „Sie vibrieren, machen Geräusche“, zitiert das Magazin aus einem internen Bericht. Laut Airbus gibt es dabei allerdings kein Sicherheitsproblem. Bei dem Umbau gehe es um den Übergang zwischen Tür, Dichtung und Rahmen. Dadurch soll die Tür besser im Rahmen sitzen. Eine technische Lösung sei bereits entwickelt. Die Umbauten würden zusammen mit regulären Wartungsmaßnahmen umgesetzt, so dass die Maschinen nicht gesondert aus dem Betrieb gezogen werden müssten. Im Januar war ein A380 von Singapore Airlines nach einem Druckabfall in der Kabine mit fast 500 Menschen an Bord außerplanmäßig in Aserbaidschan gelandet. Es wurde niemand verletzt. Quelle: dpa
März 2014Airbus ordnet verstärkte Überprüfungen der Tragflächen des A380 an, weil bei Testflugzeugen eine überraschend frühe Altersschwäche des Materials entdeckt wurde. Die Überprüfungen müssen nun alle sechs statt alle zwölf Jahre durchgeführt werden. Quelle: REUTERS
November 2013Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat Airbus wegen seines A380 gerügt. An 70 der im vergangenen Jahr ausgelieferten Maschinen sind Risse am Rumpf aufgetaucht. Die EASA hat deshalb angeordnet, alle Großraumflugzeuge zu überprüfen. Allerdings müssen die Jets nicht sofort aus dem Verkehr gezogen werden, der Fehler sei nicht sicherheitsrelevant. Zudem gibt es bereits eine technische Lösung für das Problem. Quelle: AP
2012 hatte Airbus schon einmal Probleme mit Rissen am A380: feine Haarrisse an den Tragflächen zwangen den Hersteller dazu, die Produktion umzustellen. Zuvor mussten die Risse an den betroffenen Passagierfliegern für mehr als 100 Millionen Euro repariert werden. Darüber hinaus drohten Schadensersatzforderungen von den Fluggesellschaften für die Umsatzausfälle. Qatar Airways hatte wegen der Probleme die Abnahme der bestellten Maschinen verschoben. Quelle: dpa
Die EADS-Tochter Airbus will in diesem Jahr Bestellungen für 25 Exemplare der A380 hereinholen. Bis Ende September ist allerdings noch keine Bestellung für den A380 eingegangen, stattdessen gab es drei Stornierungen. Auch die Fluggesellschaft Air France-KLM zweifelt, ob sie die letzten zwei ihrer insgesamt zwölf bestellten Maschinen des Typs tatsächlich abnimmt. Möglicherweise werde sie die beiden Aufträge auf andere Modelle umschreiben lassen, sagte Air France-KLM-Chef Alexandre de Juniac. Quelle: REUTERS
Oktober 2013Anfang Oktober hat die Deutsche Lufthansa bekanntgegeben, ihre bestehenden Kaufoptionen auf drei A380 nicht zu ziehen. Allerdings hat Airbus seit Juni einen Vorvertrag mit dem Flugzeugfinanzierer Doric in petto, der in eine Bestellung von 20 Jets des Typs münden soll. Quelle: dpa

Airbus lässt Branchenkreisen zufolge den Superjumbo A380 öfter überprüfen als bisher. Hintergrund sei eine bei Tests festgestellte überraschend starke Materialermüdung in den Tragflächen, hieß es am Donnerstag. Der europäische Konzern habe Fluggesellschaften aufgefordert, bestimmte Teile der A380-Flügel bei Großinspektionen nach sechs und zwölf Jahren in der Luft genau unter die Lupe zu nehmen. Dies ist doppelt so oft wie bisher.

Die Materialermüdung sei bei Testmaschinen entdeckt worden und nicht bei A380, die im Einsatz seien, hieß es. Eine Airbus-Sprecherin bestätigte die Untersuchungsergebnisse, auf die nun bei Routine-Inspektionen reagiert werde. Der weltgrößte Passagierjet sei aber weiter sicher, betonte sie.

In Arbeit
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Die Flügel des Modells waren bereits in die Schlagzeilen geraten, nachdem Techniker bei Routinechecks bereits in den Dienst gestellter Flugzeuge kleine Risse entdeckt hatten. Airbus hatte diese Fehler in den vergangenen Jahren ausgebessert.

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