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Anteilspakete Investoren machen Auto1-Anteile zu Geld – Aktie unter Druck

Große Altaktionäre wie Softbank haben über Nacht mehr als neun Millionen Auto1-Papiere verkauft. Der Streubesitz steigt mit der Platzierung auf 48 Prozent.

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Die Auto1-Aktie hatte einen fulminanten Börsenstart erlebt und war am ersten Handelstag um 50 Prozent nach oben geschossen, am Mittwoch lag sie noch acht Prozent über dem Ausgabepreis von 38 Euro. Quelle: Reuters

Sieben Altaktionäre von Auto1 haben ihre Anteilspakete teilweise zu Geld gemacht und damit den Aktienkurs des Berliner Online-Gebrauchtwagenhändlers auf Talfahrt geschickt. Die Risikokapital-Anleger, allen voran der japanische Technologie-Investor Softbank Group, brachten über Nacht insgesamt 9,76 Millionen Auto1-Aktien für 400 Millionen Euro bei institutionellen Aktionären unter, wie die begleitenden Banken am Mittwoch mitteilten.

Allerdings mussten sie mit einem Verkaufspreis von 41 Euro einen ungewöhnlich großen Abschlag von acht Prozent auf den Xetra-Schlusskurs vom Dienstag hinnehmen. Am Mittwoch ging die im Kleinwerteindex SDax notierte Aktie entsprechend auf 40,97 Euro in die Knie.

Die Platzierung kam früher als erwartet. Eigentlich hatten sich die Investoren zu einer sechsmonatigen Haltefrist nach dem Börsengang Anfang Februar verpflichtet. Die begleitenden Banken können sie davon jedoch befreien, wenn sie keinen Schaden für die Kursentwicklung befürchten.

Bereits im April hatten die beiden Firmengründer Hakan Koc und Christian Bertermann einen Teil ihrer Papiere für zusammen 103 Millionen Euro verkauft. Sie halten immer noch 27,8 Prozent an Auto1, der Streubesitz steigt mit der Platzierung auf rund 48 Prozent.

Die Auto1-Aktie hatte einen fulminanten Börsenstart erlebt und war am ersten Handelstag um 50 Prozent nach oben geschossen, am Mittwoch lag sie noch acht Prozent über dem Ausgabepreis von 38 Euro. Zu den Verkäufern zählten neben Softbank (bisher mit 16,3 Prozent beteiligt) der von Yuri Milner gegründete Venture-Capital-Investor DST Global (bisher 8,2 Prozent), der allein ein Fünftel seiner Anteile auf den Markt warf, sowie Piton Capital (bisher 4,3 Prozent).

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