Arbeitskräfte Dax-Konzerne schaffen 16.000 neue Jobs

Die deutschen börsennotierten Konzerne haben Bedarf nach Arbeitskräften. Voriges Jahr schufen sie daher 16.280 neue Stellen. Auch 2012 sind 12.000 Arbeitsplätze noch nicht besetzt.

Wer am meisten Stellen schafft
Stellenschaffer - Platz 10 - BASF - 1.248 NeueinstellungenDie Konjunktur in der Chemiebranche hat sich zuletzt abgekühlt - das bekam auch BASF zu spüren. Doch der Dax-Konzern hat sich besser geschlagen als erwartet und die Gesamtbilanz für 2011 fällt ohnehin positiv aus. Insgesamt sind 52.049 Mitarbeiter bei BASF beschäftigt. Quelle: dpa
Stellenschaffer - Platz 9 - RWE - 1.684 NeueinstellungenDer neue Chef Peter Terium will den Energiekonzern RWE aus der Schockstarre nach dem Atomausstieg lösen und verspricht Beschäftigten und Aktionären neues Wachstum. Die letzte Bilanz des scheidenden RWE-Chefs Großmann fiel bescheiden aus. Trotzdem wurden 2011 deutlich mehr Deutsche eingestellt als entlassen. Insgesamt sind 35.868 Deutsche bei RWE beschäftigt. Quelle: dpa
Stellenschaffer - Platz 8 - Deutsche Post - 2.000 NeueinstellungenEinerseits setzt die Billiglohn-Konkurrenz die Deutsche Post unter Druck, andererseits profitieren vor allem die Logistik-Konzerne von der wachsenden Wirtschaft und dem Trend zum Interneteinkauf. Unter dem Strich hat die Deutsche Post damit 2.000 neue Mitarbeiter eingestellt. Insgesamt sind damit 205.000 Deutsche bei der Post angestellt - kein Dax-Konzern beschäftigt mehr Mitarbeiter in Deutschland. Quelle: dpa
Stellenschaffer - Platz 7 - Lufthansa - 2.104 NeueinstellungenDie größte deutsche Airline muss sich gegen die Konkurrenz aus Nahost behaupten. Außerdem verhagelten zuletzt die Kerosinpreise und der Verkauf der unrentablen britischen Tochter BMI die Bilanz. Trotzdem stellt die Fluggesellschaft unter dem Strich noch ein. Die Belegschaft in Deutschland wuchs in 2011 auf 67.263 Mitarbeiter. Quelle: dapd
Stellenschaffer - Platz 6 - BMW - 2.315 NeueinstellungenKein Hersteller kann BMW im Premiumgeschäft das Wasser reichen. BMW-Chef Norbert Reithofer konnte zuletzt nicht nur ein Rekordergebnis präsentieren, auch die Rentabilität der Münchener ist Spitze. Der Preis: Mit 11.000 Leiharbeitern setzt kein Konzern so sehr auf befristete, niedrig bezahlte Jobs. Unterm Strich bleibt ein Personalplus von rund 2300 Mitarbeiters. Insgesamt wächst die Belegschaft in Deutschland damit auf 75.338 Mitarbeiter. Quelle: dpa
Stellenschaffer - Platz 5 - MAN - 2.833 NeueinstellungenDer LKW-Hersteller will mit der Rückendeckung des Mutterkonzerns Volkswagen kräftig wachsen. Bis 2020 will MAN zum führenden Hersteller von Lastwagen aufsteigen - und damit Daimler den Rang ablaufen. Ihre Belegschaft in Deutschland haben die Münchener um fast zehn Prozent auf 30.187 ausgebaut. Quelle: dpa
Stellenschaffer - Platz 4 - Daimler - 3.700 NeueinstellungenDie Stuttgarter konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Rekordergebnis vorlegen. Im Premiumsegment bläst Mercedes zum Angriff auf BMW und Audi. Aber auch die LKW-Sparte wurde ausgebaut. Allein im Lastwagenwerk in Wörth wurden 2.000 neue Mitarbeiter eingestellt. Damit sind nun 167.700 Deutsche bei Daimler beschäftigt. Quelle: dpa

Die 30 größten deutschen börsennotierten Unternehmen haben im vergangenen Jahr über 16.000 neue Jobs geschaffen. Das "Handelsblatt" berichtet, dass die im Deutschen Aktienindex (DAX) notierten Konzerne zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder Stellen in Deutschland geschaffen haben. Damit arbeiten zum Jahresende 2011 1,59 Millionen Menschen bei den größten Unternehmen. Weltweit sind insgesamt 3,8 Millionen Personen für die Dax 30 tätig. Das sind 60.000 mehr als Ende 2010.

Im Zuge der Auslagerung von Arbeitsstellen in das Ausland hatten die Top-30-Dax Konzerne allein in Deutschland bis zu 100.000 Stellen abgebaut. Auch im Boomjahr 2010 strichen die Unternehmen bis zu 5000 Stellen. Weltweit arbeiteten bei den Dax-Konzernen Ende 2011 dem "Handelsblatt" zufolge 3,8 Millionen Menschen. Das entspricht 60.000 Personen mehr als ein Jahr zuvor.

Der Grund für dieses Jobwunder: Die exportorientierten Konzerne verzeichneten 2011 eine starke globale Nachfrage. Das trieb die Unternehmen zusätzlich an, neue Jobs zu schaffen. Daran hat sich bisher wenig geändert - die Dax-Konzerne verzeichnen zurzeit ungefähr 12.000 offene Stellen, die besetzt werden müssen.

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