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Audi, GM, Airbus Die Quartalszahlen des Tages

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Quartalsergebnisse von Telefonica, Santander, Panasonic

Hohe Investitionen schmälern Panasonic-Gewinn
Die Milliardeninvestition in das Batteriewerk von Elektroauto-Pionier Tesla hat Panasonic einen Gewinnrückgang eingebrockt. Im abgelaufenen Quartal sank das operative Ergebnis um 15 Prozent auf umgerechnet 740 Millionen Euro, wie der japanische Elektronikkonzern am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt mit 880 Millionen Euro gerechnet. Auch das Geschäft mit Produkten für die Automatisierung von Arbeitsabläufen in Fabriken lief nicht rund, weil sich Firmen angesichts der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China mit Investitionen zurückhielten. Der Vorstand bekräftigte dennoch sein Gewinnziel für das bis März laufende Geschäftsjahr.

Schweizer Notenbank mit Milliardenverlust
Die Aufwertung des Frankens hat der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im dritten Quartal einen Milliardenverlust beschert. Von Juli bis September stand unter dem Strich ein Minus von 12,94 Milliarden Franken, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Grund dafür war zum einen der Wertgewinn des „sicheren Hafens“ Franken im Vergleich zu Euro und Dollar wegen des Streits um das italienische Staatsbudget und den Handelskonflikt zwischen den USA und China. Dadurch ist das Devisenportfolio der SNB bei der Umrechnung in Franken weniger wert. Zudem gab auch der Goldpreis nach, was den Wert der Goldanlagen der SNB schmälerte. Seit Jahresbeginn steht ein Verlust von 7,83 Milliarden Franken zu Buche.

Die Gewinnentwicklung der SNB hängt maßgeblich von Wertschwankungen in ihrem Devisenportfolio ab, das per Ende September ein Volumen von 763 Milliarden Franken erreichte. Hintergrund dafür sind die umfangreichen Fremdwährungskäufe der vergangenen Jahre, mit denen die SNB den Franken künstlich geschwächt hatte, um die exportorientierte Wirtschaft zu stützen. Jüngst ist in der Schweiz jedoch vereinzelt Kritik an der Größe der Bilanz laut geworden

Währungseffekte belasten Telefonica
Der Währungsverfall in Brasilien und Argentinien hat dem spanischen Telekommunikationskonzern Telefonica zugesetzt. Der Gewinn sank im dritten Quartal um 1,4 Prozent auf 4,04 Milliarden Euro. Für die Umsatzentwicklung im Gesamtjahr äußerte sich der Vorstand gleichwohl zuversichtlicher und peilt nun ein Plus von zwei statt von einem Prozent an.

RIB Software hebt Umsatzprognose für Gesamtjahr an
Der Softwareanbieter RIB Software hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr leicht angehoben und rechnet nun mit Erlösen zwischen 124 und 130 Millionen Euro. Bisher waren maximal 127 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden. In den ersten neun Monaten legte der Umsatz um 16 Prozent auf knapp 95 Millionen Euro zu. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) des Spezialisten für Bauplanungssoftware stieg wegen höherer Kosten nur leicht auf 28,6 Millionen Euro.

Pharmakonzern Sanofi konkretisiert Gewinnziel
Der französische Pharmakonzern Sanofi hat im dritten Quartal den Überschuss bei konstanten Wechselkursen um 10,3 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz legte um 6,3 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro zu. Das stimmte den Vorstand etwas zuversichtlicher, der 2018 nun einen Anstieg des Gewinns je Aktie um vier bis fünf Prozent erwartet statt um drei bis fünf Prozent.

Mazda rechnet mit deutlichem Gewinnrückgang
Rückrufe und Umweltauflagen haben dem fünftgrößten japanischen Autobauer, Mazda, zugesetzt. Statt des erwarteten Gewinns stand deshalb im abgelaufenen Quartal ein operativer Verlust von 19,4 Millionen Dollar in den Büchern. Für das Gesamtjahr rechnet Mazda nun mit einem operativen Gewinnrückgang von mehr als 50 Prozent.

Großbank Santander sieht sich auf Kurs
Europas größte Bank Santander hat im dritten Quartal unter dem Strich einen Gewinn von 1,99 Milliarden Euro verbucht und damit 36 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Vorstand sieht sich auf Kurs, im Gesamtjahr beim Gewinn je Aktie zweistellig zu wachsen.

Abschreibungen belasten Diebold
Der mit Verlusten kämpfende Geldautomaten-Hersteller hat im dritten Quartal Abschreibungen zu verkraften. Den Verlust je Aktie bezifferte der Vorstand mit 2,79 Dollar inklusive Sondereffekten in Höhe von insgesamt 2,05 Dollar. Der Umsatz kletterte derweil um zwei Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar und war den Angaben zufolge der stärkste Zuwachs seit 2016.

Gestiegene Nachfrage füllt Estee Lauder die Kassen
Der US-Kosmetikkonzern profitiert von der gestiegenen Nachfrage nach hochwertigen Hautpflegeprodukten. Der Nettoumsatz im abgelaufenen Quartal stieg um fast acht Prozent auf 3,52 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Der Gewinn kletterte auf 500 Millionen Dollar von zuvor 427 Millionen.

Gestiegene Ölpreise lassen Repsol-Gewinn anschwellen
Um 40 Prozent gestiegene Ölpreise lassen beim spanischen Ölkonzern und Raffineriebetreiber die Kassen klingeln. Im dritten Quartal legte der bereinigte Nettogewinn um elf Prozent auf 588 Millionen Euro zu.

Datengeschäft treibt Gewinn von Börsenbetreiber ICE
Der Quartalsgewinn des Börsenbetreibers hat die Erwartungen von Analysten übertroffen. Vor allem das Geschäft mit Finanzmarktdaten legte zu. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 4,7 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn stieg im abgelaufenen Quartal um 23,5 Prozent auf 458 Millionen Dollar.

Pharmakonzern Glaxosmithkline verdient mehr
Hohe Nachfrage nach einem neuen Impfstoff gegen Gürtelrose gibt GlaxoSmithKline Schwung. Der britische Pharmakonzern konnte seinen Gewinn im dritten Quartal überraschend deutlich steigern und ist nun auch für das Gesamtjahr etwas optimistischer. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um zehn Prozent auf 35,5 Pence zu und fiel damit deutlich besser als von Analysten erwartet aus. Im laufenden Jahr rechnet Glaxo nun mit einem Anstieg des Gewinns je Aktie von acht bis zehn Prozent statt wie bisher von sieben bis zehn Prozent. Das Unternehmen setzte im vergangenen Jahresviertel 8,09 Milliarden Pfund (9,08 Milliarden Euro) um, ein Plus von drei Prozent. Mit dem neuen Gürtelrose-Impfstoff Shingrix erwartet Glaxo nun in diesem Jahr einen Umsatz von 700 bis 750 Millionen Pfund, 100 Millionen mehr als noch im Juli. Alleine im dritten Quartal lagen die Shingrix-Erlöse bei 286 Millionen Pfund.

Kellog kassiert wegen höherer Kosten Gewinnziel
Der Cornflakes-Hersteller hat sein Gewinnziel für 2018 wegen höherer Kosten für Werbung und Vertrieb eingedampft. Die Steigerung des Ergebnisses je Aktie wird nun noch bei sieben bis acht Prozent erwartet statt bei 11 bis 13 Prozent. Im dritten Quartal stieg das Nettoergebnis auf 380 Millionen Dollar nach 288 Millionen vor Jahresfrist.

US-Mobilfunker Sprint gewinnt mehr Kunden als erwartet
Der vor der Fusion mit T-Mobile US stehende US-Mobilfunker hat mit niedrigen Preisen deutlich mehr neue Kunden im dritten Quartal gewonnen als von Analysten erwartet. Netto stieg deren Zahl um 109.000 zum Vorquartal. Analysten waren von einem Rückgang ausgegangen. Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 8,43 Milliarden Dollar. Unter dem Strich fand Sprint mit 196 Millionen Dollar zurück in die schwarzen Zahlen.

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