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Aufsichtsrat tagt Machtkampf bei ZF spitzt sich weiter zu

Beim Autozulieferer ZF Friedrichshafen kommt offenbar noch am Montag der Aufsichtsrat zusammen. Neben der Nachfolge von Chefaufseher Giorgio Behr geht es wohl auch die Zukunft von Vorstandschef Stefan Sommer.

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Aufsichtsratschef Giorgio Behr hatte in der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass er sein Amt mit einer vierwöchigen Frist niederlegen werde. Quelle: dpa

Friedrichshafen Nach der Rücktritts-Ankündigung von ZF-Aufsichtsratschef Giorgio Behr spitzt sich der Machtkampf bei dem Autozulieferer zu: Der Aufsichtsrat komme noch am Montag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, hieß es aus Kreisen des Unternehmens. Offiziell sollte es bei dem Treffen um die Nachfolge Behrs gehen. Medienberichten zufolge könnte der Aufsichtsrat aber auch über die Zukunft von ZF-Vorstandschef Stefan Sommer entscheiden.

Hintergrund des Machtkampfs sind den Berichten zufolge Differenzen mit der Stadt Friedrichshafen, deren Oberbürgermeister Andreas Brand die Zeppelin-Stiftung als Haupteigentümer von ZF im Aufsichtsrat vertritt. Nach dem Willen der Stiftung soll das Unternehmen künftig 18 Prozent seines Gewinns nach Steuern an sie abführen.

Zudem geht es dem Vernehmen nach um die Ausrichtung des Unternehmens. Vorstandschef Sommer hatte bei ZF in der Vergangenheit eine deutliche Expansionsstrategie vorangetrieben. 2015 übernahm der Autozulieferer beispielsweise den US-Konkurrenten TRW Automotive. Teilen des Aufsichtsrats gehen die Zukäufe womöglich zu schnell.

Nach einem früheren Bericht des „Wall Street Journal“ hatte sich das Gremium beispielsweise gegen Pläne des Vorstands für eine Übernahme des Wabco-Konzerns aus Belgien ausgesprochen.

Aufsichtsratschef Behr hatte in der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass er sein Amt mit einer vierwöchigen Frist niederlegen werde. Aus dem Umfeld des Unternehmens hieß es, Behr habe Veränderungen nicht im Wege stehen wollen. Worum es konkret geht, ist offen. Zuvor war zudem bekannt geworden, dass ZF und Entwicklungsleiter Harald Naunheimer künftig ebenfalls getrennte Wege gehen.

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