Aurubis Kupferkonzern fürchtet um Stromversorgung

Exklusiv

Europas führender Kupferhersteller Aurubis fürchtet für seine norddeutschen Werke um die sichere Stromversorgung wegen der Abschaltung der Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümel und fehlender Grundlastkraftwerke.

Aurubis-Werk in Hamburg Quelle: dpa

Die Windkraft sei nicht in der Lage, die Grundlast zu ersetzen, sagte Konzernchef Peter Willbrandt der WirtschaftsWoche. „Ich habe mir in der vergangenen Kälteperiode im Februar doch ganz erhebliche Sorgen gemacht. Wir hier oben in Norddeutschland haben viel Windkraft, aber wenig Grundlastkraftwerke, die gleichmäßig und ohne Unterbrechung rund um die Uhr laufen.“ Zwar habe es auch im sehr kalten Februar keine Stromausfälle gegeben. „Trotzdem war die Stromversorgung, wie ich hörte, sehr brenzlig, eine echte Zitterpartie.“ Die Kupferproduktion vertrage keine Unterbrechungen der Stromproduktion, „nicht einmal ein kurzes Flackern“.

Um die Standorte in Norddeutschland zu sichern, fordert Willbrandt Investitionen in Grundlastkraftwerke und eine bessere Netzinfrastruktur. „Wir benötigen die politischen Weichenstellungen, damit in neue Grundlastkraftwerkskapazitäten investiert werden kann. Zudem müssen die Übertragungs- und Verteilnetze schnellstmöglich an die Erfordernisse der Energiewende angepasst werden, zum Beispiel durch den Bau neuer Trassen.“

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Vorerst wolle Aurubis an seinen Werken in Deutschland festhalten, werde aber die Expansion des Konzerns außerhalb Europas weiterführen und möglicherweise dann dort investieren. „Warten wir es erst einmal ab, wann und wo auf der Welt, in Asien oder in Südamerika, sich die Gelegenheit bietet, den nächsten Schritt zu tun.“

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