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Auslieferungszahlen Airbus landet 2018 knapp hinter Erzrivale Boeing

Zu den Auslieferungen von Airbus zählen auch die ersten Airbus A220. Die Baureihe hatte Airbus Anfang Juli von Bombardier übernommen. Quelle: REUTERS

Der Flugzeugbauer Airbus hat sein Auslieferungsziel 2018 erfüllt und genau 800 Flugzeuge übergeben. Das ist trotzdem nur der zweite Platz: Rivale Boeing lieferte 806 Maschinen aus, verfehlte die eigenen Ziele damit aber.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat sein Produktionsziel im abgelaufenen Jahr wohl erreicht und muss sich trotzdem mit dem zweiten Platz hinter dem Konkurrenten Boeing zufriedengeben. In einem fulminanten Endspurt lieferte Airbus nach internen Zahlen exakt die anvisierten 800 Flugzeuge aus, wie der französisch-deutsche Konzern am Dienstag in Toulouse bestätigte. Boeing meldete fast gleichzeitig 806 Auslieferungen, verfehlte damit aber die selbstgesteckte Zielmarke, 810 bis 815 Maschinen an Leasingfirmen und Fluggesellschaften zu übergeben.

Beide hatten mit Problemen mit Zulieferern zu kämpfen, die Triebwerke und andere Teile zu spät bereitstellten. Der versöhnliche Abschluss des Jahres ließ die Aktien von Airbus um rund vier Prozent nach oben schnellen, Boeing legten um drei Prozent zu.

Analysten und andere Experten hatten zuletzt Zweifel daran geäußert, dass Airbus das prestigeträchtige Jahresziel schaffen würde. Der Flugzeugbauer lief seit Jahresanfang einem massiven Rückstand in der Produktion hinterher. Vor allem bei den neuen, spritsparenden Triebwerken der Hersteller Pratt & Whitney und CFR traten immer wieder Probleme auf, die die Auslieferungen der meistverkauften Modellreihe A320 verzögerten. Im Dezember habe Airbus aber so viele Flugzeuge wie nie an die Kunden übergeben, hieß es am Dienstag in Branchenkreisen.

In der Zahl von 800 sind auch die ersten 18 A220-Flugzeuge enthalten, die Airbus ausgeliefert hat. Der Konzern hatte die Mehrheit an der vorher als „C-Series“ bekannten Baureihe Anfang Juli vom kanadischen Rivalen Bombardier übernommen. Die Zahlen müssen noch von unabhängiger Seite überprüft werden. Am Mittwochabend nach Börsenschluss will Airbus die beglaubigten Daten vorlegen. Dabei geht es dann auch um die Bestellungen, die im vergangenen Jahr hereingekommen sind. Sie dürften bei beiden führenden Flugzeugbauern zurückgegangen sein.

Boeing verbuchte nach eigenen Angaben unter dem Strich 893 Aufträge, stornierte Bestellungen sind dabei schon abgezogen. Airbus stand Ende November erst bei 380, hat aber im Dezember bereits 220 weitere Orders gemeldet. Rund 150 dürften kurz vor dem Jahreswechsel Branchenkreisen zufolge noch hinzugekommen sein, vor allem von asiatischen Flugzeug-Vermietern, die von Rabatten im „Schlussverkauf“ zu profitieren hofften. In den Airbus-Bestellungen sind auch rund 120 A220-Maschinen enthalten. Seit der Übernahme der Baureihe von Bombardier haben die Kunden wieder Vertrauen gefasst, nachdem die Kanadier keine neuen Aufträge mehr hereinbekommen hatten.

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