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Auto- und Stahlkrise Bei ThyssenKrupp brechen die Gewinne ein

Der angeschlagene Industriekonzern ThyssenKrupp hat wegen der schwachen Stahlnachfrage in Europa auch im ersten Quartal 2012/13 weniger verdient. Der Umsatz sei um acht Prozent geschrumpft.

Das sind die wunden Punkte von ThyssenKrupp
Ein Stahlarbeiter im ThyssenKrupp-Werk in Bochum steht vor einem glühenden Stahlcoil Quelle: dpa
Gerhard Cromme, Aufsichtsratsvorsitzender von ThyssenKrupp Quelle: dpa
Unter Cromme als Vorsitzendem des Prüfungsausschusses im Siemens-Aufsichtsrat bis 2007 fließen in dem Konzern Schmiergelder von 1,3 Milliarden Euro an Auftragsnehmer. Quelle: dpa
Berthold Beitz (99), Vorsitzender der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, lauscht in der Villa Hügel der Rede von Ministerpräsident Sellering (SPD). Quelle: dpa
Der Ex-Vorstandsvorsitzende Ekkehard Schulz, rechts, und der Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme Quelle: AP
Zuege stehen vor dem Hauptbahnhof in Frankfurt am Main Quelle: dapd
Der Formel-1 Fahrer Sebastian Vettel fährt am 17.04.2010 in Shanghai während eines Formel-1 Rennens an einer Zuschauertribüne vorbei. Quelle: dpa

Der von einer Skandal-Serie erschütterte Industriekonzern ThyssenKrupp leidet weiter unter der Auto- und Stahlkrise. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 (30.9.) gingen sowohl Umsatz als auch operativer Gewinn im sogenannten fortgeführten Geschäft - also ohne Sparten, die verkauft werden sollen - deutlich zurück. Der Umsatz fiel um acht Prozent auf 8,84 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Essen mitteilte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern ging um 38 Prozent auf 229 Millionen Euro zurück.

ThyssenKrupp hatte rund 200 Millionen in Aussicht gestellt. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit Erlösen von 9,14 Milliarden Euro gerechnet und das bereinigte Ebit auf 220 Millionen Euro taxiert. Vorstandschef Heinrich Hiesinger bekräftigte die Prognose, wonach das bereinigte Ebit im Gesamtjahr bei rund einer Milliarde Euro liegen soll.

Die Aktionärsstruktur von ThyssenKrupp

"Wir sind auf gutem Weg, unsere operativen Ziele im Gesamtjahr zu erreichen", sagte der Manager. Mit der heutigen Ertragskraft könne der Konzern aber nicht zufrieden sein. Hiesinger will binnen drei Jahren zwei Milliarden Euro einsparen. Das verlustreiche amerikanische Stahlgeschäft will er abstoßen, in der europäischen Stahlsparte sollen mehr als 2000 der zuletzt 27.600 Stellen wegfallen und die Kosten um 500 Millionen Euro gedrückt werden.

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ThyssenKrupp rechnet weiter mit einem Verkauf seiner Stahlwerke in Brasilien und den Vereinigten Staaten bis Ende September. Man sei zuversichtlich, „im Laufe des Geschäftsjahres 2012/2013 für beide Werke eine neue Perspektive zu finden“. Die beiden Werke haben in der Vergangenheit tiefe Löcher in die Bilanz gerissen und im Geschäftsjahr 2011/2012 für einen Verlust von fünf Milliarden Euro gesorgt. Mit dem Verkaufserlös will das Unternehmen seine Schulden weiter drücken.

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