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Autobauer Chipmangel: Nun trifft es auch Honda und Nissan

Der Autobauer senkt sein Produktionssziel für 2021 um 150.000 Fahrzeuge oder 3,6 Prozent auf 4,015 Millionen Einheiten. Quelle: Reuters

Die japanischen Autobauer müssen ihre Produktion drosseln. In Frankreich wurde wegen des Chipmangels für Mittwoch ein Krisentreffen angesetzt.

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Der Chipmangel in der Autobranche setzt auch Honda und Nissan zu. Die Nummern zwei und drei unter den japanischen Autobauern mussten daher ihre Produktion drosseln und werden zusammen wohl in diesem Jahr 250.000 Fahrzeuge weniger verkaufen. Honda senkte sein Verkaufsziel am Dienstag um 100.000 Fahrzeuge oder 2,2 Prozent auf 4,5 Millionen, während Nissan sein Ziel um 150.000 Fahrzeuge oder 3,6 Prozent auf 4,015 Millionen Einheiten senkte.

Die weltweite Automobilindustrie hat seit Ende letzten Jahres mit einem Chipmangel zu kämpfen, der in einigen Fällen durch die Sanktionen der ehemaligen US-Regierung gegen chinesische Chipfabriken verschärft wurde.

Asiatische Chiphersteller, darunter Taiwan Semiconductor wollen ihre Produktionskapazitäten ausbauen, warnten jedoch, dass es einige Zeit dauern könnte, bis das erreicht ist.

„Beliebte Modelle, die sich gut verkaufen lassen, wurden vom Halbleitermangel schwer getroffen“, sagte Honda-Chef Seiji Kuraishi. „Wir mussten die Produktionspläne ändern und anpassen.“ Der Mangel dürfte sich aber in der ersten Hälfte des Jahres 2021 verringern, so Kuraishi. Honda senkte im vergangenen Monat die Produktion um rund 4000 Einheiten hauptsächlich bei den Modellen Fit und Jazz, und reduzierte zudem die Produktion von fünf Modellen in fünf Werken in den USA und Kanada.

Auch Nissan kappte die Produktionen in Japan und den USA etwa von seinem meistverkauften Kompaktwagen mit Hybridtechnologie und von LKW-Modellen. „Wir mildern die Auswirkungen des Halbleitermangels und tun unser Bestes, um die negativen Auswirkungen zu minimieren“, sagte Konzernchef Makoto Uchida.

Autohersteller auf der ganzen Welt sind von dem Mangel an Chips betroffen, die in Motormanagement- und Fahrerassistenzsystemen verwendet werden. Um die Folgen des Engpasses zu erörtern, wollen am Mittwoch Vertreter des Auto- und Elektroniksektors sowie des französischen Staates zu einem Krisentreffen zusammenkommen, wie ein Sprecher der französischen Auto-Lobby PFA gegenüber Reuters ankündigte.

Honda und Nissan überraschen mit Gewinn

Die anziehende Nachfrage vor allem in Asien sorgte derweil bei Honda und Nissan für Überraschungen: So schnellte bei Honda im Zeitraum Oktober bis Dezember der Betriebsgewinn um 67 Prozent auf 277,7 Milliarden Yen (2,2 Milliarden Euro) und übertraf damit die Analystenschätzungen von 176,7 Milliarden Yen deutlich. Die positive Entwicklung stimmte den Vorstand für das Gesamtjahr 2020/21 zuversichtlicher: Statt 420 Milliarden Yen avisiert er nur den Rekordwert von 520 Milliarden Yen.

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Nissan erzielte derweil statt eines erwarteten Verlustes einen Betriebsgewinn von 27,1 Milliarden Yen. Daher rechnet der Vorstand für das Gesamtjahr 2020/2021 nun mit einem geringeren Betriebsverlust: statt 340 Milliarden Yen nun ein Minus von 205 Milliarden.

Mehr zum Thema: Computerchips entscheiden heute über Aufstieg und Fall von Wirtschaftsimperien. Es drohen weltweit drastische Verwerfungen – nicht zuletzt für Deutschlands Autobauer.

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