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Autobauer Daimler erwägt angeblich höhere Beteiligung an chinesischem Partner BAIC

Der Autobauer prüft wohl, weitere Anteile des Partners zu kaufen. Daimler könnte auch seine Beteiligung am gemeinsamen Joint Venture erhöhen.

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Daimler erwägt angeblich höhere Beteiligung an China-Partner BAIC Quelle: Reuters

Hongkong Daimler lässt laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters die Investmentbank Goldman Sachs eine höhere Beteiligung am chinesischen Partnerunternehmen BAIC Motor Corp ausloten. Die Gespräche mit BAIC seien erst in einem frühen Stadium, und der Plan könnte sich noch zerschlagen, zitiert Reuters zwei Personen mit Kenntnis des Vorgangs.

Daimler hält von den in Hongkong börsennotierten BAIC-Aktien einen Anteil von 30,4 Prozent, der einer Beteiligung von 9,55 Prozent an dem chinesischen Autobauer entspricht. Der chinesische Staat hält über die BAIC-Gruppe 42,6 Prozent, der Stahlproduzent Beijing Shougang 12,8 Prozent. Die Marktkapitalisierung von BAIC in Hongkong belief sich zuletzt auf umgerechnet 4,9 Milliarden Dollar.

Daimler und Goldman Sachs wollten dazu nicht Stellung nehmen. BAIC war für einen Kommentar nicht zu erreichen. Vor vier Jahren wollte BAIC einen Anteil an Daimler erwerben, daraus wurde aber nichts. Daimler hat nach dem überraschenden Einstieg des BAIC-Konkurrenten Geely beim Stuttgarter Autobauer immer wieder betont, wie wichtig ihm der Partner BAIC ist.

Wie zwei weitere Insider erklärten, haben die Schwaben auch weiterhin Interesse daran, ihre Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen mit BAIC, Beijing Benz Automotive (BBAC), über die bestehenden 49 Prozent hinaus zu erhöhen. Dazu habe es im vergangenen Jahr Gespräche gegeben, doch die seien mittlerweile eingeschlafen.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte im Dezember unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen berichtet, Daimler peile 65 Prozent an.

China hebt 2022 die 50-Prozent-Schranke für ausländische Beteiligungen an chinesischen Automobilherstellern auf. BMW nutzte als erster deutscher Autobauer die Chance und vereinbarte, dann seinen Anteil am China-Joint-Venture mit Brilliance um 25 auf 75 Prozent zu erhöhen.

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