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Autobauer Französische Regierung warnt Renault vor Job-Kahlschlag

Der Autobauer hat 2019 erstmals seit zehn Jahren einen Verlust verzeichnet. Der französische Staat will jedoch einen Jobabbau im Land verhindern.

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Die französische Regierung hat den Autobauer Renault eindringlich vor Schließungen von Fabriken und einem Stellenabbau im Heimatmarkt gewarnt. Der Staat werde seine Rolle als Aktionär wahrnehmen und sicherstellen, dass die anstehenden Entscheidungen über Einsparungen sich nicht gegen Arbeitsplätze und Produktionsstätten in Frankreich richten werden, sagte Finanzminister Bruno Le Maire am Dienstag in Brüssel.

Die Regierung stehe dazu im Dialog mit dem Konzern und werde „sehr wachsam“ sein. Renault-Aktien legten an der Börse den Rückwärtsgang ein: Die Anteilsscheine verzeichneten am Vormittag ein Minus von knapp fünf Prozent.

Der französische Autobauer hatte 2019 wegen der Turbulenzen beim Partner Nissan den ersten Verlust seit zehn Jahren verzeichnet. Interimschefin Clotilde Delbos hatte ein Sparprogramm angekündigt. Delbos, die Finanzchefin von Renault ist, hatte den Posten an der Unternehmensspitze übernommen, nachdem Thierry Bolloré im Oktober als CEO abgesetzt worden war.

Das Stühlerücken war Teil der Aufräumarbeiten nach dem Ausscheiden von Carlos Ghosn, der in der Allianz von Renault und Nissan zuvor alle Fäden in der Hand gehalten hatte.

Neuer Nissan-Chef ist Makoto Uchida. Dieser verkündete am Dienstag bei einem Aktionärstreffen, er werde seine Kündigung annehmen, wenn es ihm nicht gelingen sollte, Nissan wieder in die Spur zu bringen. Auf einen konkreten Zeitplan für eine Sanierung wollte er sich dabei aber nicht festlegen. Bis zum Mai wolle er aber einen Plan vorstellen.

Die Firmenallianz steckt nach der Entlassung von Konzernchef Ghosn wegen Veruntreuungsvorwürfen vor gut einem Jahr in einer tiefen Krise. Nissan versucht, mit einem massiven Personalabbau und der Schließung von Produktionsstandorten sein Überleben zu sichern. Auch Renault will auf die Kostenbremse treten.

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