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Autobauer Nissan weist Bericht über Produktionskürzung zurück – Aktie verliert drei Prozent

Nissan plant laut einem Zeitungsbericht eine Abkehr vom aggressiven Expansionskurs. Der Autobauer dementiert die Meldung nach Börsenschluss.

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Der Autobauer hatte erst vor wenigen Wochen seine Gewinnprognose gesenkt. Quelle: Reuters

Tokio Der japanische Autobauer Nissan will die Produktion einem Medienbericht zufolge deutlich zurückfahren und damit vom aggressiven Expansionskurs seines inhaftierten Ex-Chefs Carlos Ghosn abkehren. Die Fertigung solle im bis Ende März 2020 laufenden Geschäftsjahr um rund 15 Prozent sinken, berichtete die Zeitung „Nikkei“ am Freitag.

Der Konzern wies den Bericht dagegen als „vollkommen falsch“ zurück. Die Produktionsziele für das laufende Geschäftsjahr würden am 14. Mai dargelegt, teilte Nissan mit.

Es wäre der größte Produktionseinschnitt seit mehr als einem Jahrzehnt. Der Schritt werde wohl Auswirkungen auf den Gewinn haben und könnte die Allianz mit dem französischen Hersteller Renault belasten. Nissan hatte erst Anfang des Jahres seine Gewinnprognose heruntergeschraubt. Ghosn sitzt erneut in japanischer Haft. Ihm wird Veruntreuung und anderes finanzielles Fehlverhalten vorgeworfen. Er bestreitet die Anschuldigungen.

Nissan setzte den Manager unmittelbar nach dessen erster Verhaftung im November als Verwaltungsratsvorsitzenden ab. Im Januar trat er als Renault-Chef zurück. Ghosn war einst treibende Kraft hinter der Auto-Allianz von Renault, Nissan und Mitsubishi.

Der Medienbericht ließ auch den Aktienkurs des Autobauers ins Minus rutschen. Nissan-Papiere gaben an der Tokioter Börse circa drei Prozent nach und notierten damit gegen den Trend. An den asiatischen Märkten hatten die Indizes überwiegend im Plus geschlossen.

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