Autobauer Volkswagen-Finanzchef erwartet erst 2024 Ende des Chipmangels

Das Ende des Chipmangels liegt noch in weiter ferne, die Lage soll sich im kommenden Jahr aber zunehmend entspannen. VW steht aber bereits vor einer neuen Herausforderung.

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Wegen des Chipmangels fallen immer wieder Schichten in VW-Werken aus. Ein Ende des Mangels sei erst 2024 in Sicht. Quelle: dpa

Volkswagen-Finanzvorstand Arno Antlitz rechnet damit, dass sich der Halbleitermangel in der Autobranche noch länger hinzieht. Er erwarte eine Normalisierung des Chip-Angebots erst 2024, bis dahin werde es eine strukturelle Unterversorgung geben, sagte er in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der „Börsen-Zeitung“. „Die Lage dürfte aus unserer Sicht 2023 zwar besser, das strukturelle Problem aber noch nicht vollumfänglich behoben sein.“

Der Mangel an Chips auf dem Weltmarkt belastet die Autobauer schon seit geraumer Zeit, teilweise mussten sie Produktionen unterbrechen. Bisher habe sich die Lage noch nicht entspannt, sagte Antlitz.

Zu schaffen machen Volkswagen auch Probleme bei der Versorgung mit Kabelsträngen, die zu einem großen Teil in der Ukraine gefertigt werden. Bei Volkswagen müssten immer wieder einzelne Schichten ausfallen, sagte Antlitz. Alternativstandorte sollten die Werke in der Ukraine, wo die Produktion trotz des Krieges mit einer Schicht weiter laufe, allerdings nicht ersetzen. „Wir stehen zu unseren bestehenden Lieferanten-Standorten in der Ukraine und unterstützen, wo wir können“, sagte Antlitz.

Die Pläne für einen möglichen Börsengang der Sportwagen-Tochter Porsche bekräftigte der Finanzchef. „Es gab da zuletzt viele Spekulationen um den Zeitpunkt, aber wir streben nach wie vor einen Börsengang im Schlussvierteljahr an.“ Volkswagen würde dadurch mehr Flexibilität für die Finanzierung der Transformation des Konzerns gewinnen. Als Beispiele nannte Antlitz dafür den Aufbau einer eigenen Batteriefertigung und die VW-Softwaresparte Cariad.

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