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Autobauer VW macht Manager-Boni vom langfristigen Unternehmenserfolg abhängig

Umsatz- und Kapitalrendite und nicht mehr die persönliche Leistung entscheiden über die Manager-Boni. VW erhofft sich dadurch regelkonformes Verhalten zu fördern.

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Beim Top-Management von VW ist der Bonus bereits seit Jahren am Unternehmenserfolg gekoppelt. Quelle: dpa

Volkswagen koppelt nun auch beim mittleren und gehobenen Führungspersonal die Bonuszahlungen stärker an den Unternehmenserfolg. Nachdem dieses System vor einigen Jahren beim Konzernvorstand und später beim Top-Management der einzelnen Marken eingeführt wurde, sollen nun auch bei den rund 18.000 Führungskräften darunter die Leistungszuschläge entsprechend umgestellt werden.

„Wir wollen mit der Vergütung deutlicher den Blick auf den gemeinsamen Unternehmenserfolg richten“, schrieben Konzernchef Herbert Diess und Personalvorstand Gunnar Kilian in einem Brief an das Management, der Reuters am Freitag vorlag. Zuvor hatte der „Spiegel“ darüber berichtet.

Dem Schreiben zufolge entfällt vom Geschäftsjahr 2020 an der persönliche Leistungsbonus. Im Jahresbonus liegt der Fokus statt auf dem operativen Ergebnis künftig auf Renditekennzahlen. Dabei werden die operative Umsatzrendite und die Kapitalrendite zugrunde gelegt.

Beim Langzeitbonus werden bisherige Kennzahlen wie Rendite, Absatz und Kundenzufriedenheit durch drei neue Indikatoren ersetzt: Den Gewinn je Vorzugsaktie, den Kurs der Vorzugsaktie und die Dividende. Darüber hinaus sieht das neue System vor, dass die variable Vergütung bei individuell verschuldetem Fehlverhalten reduziert werden oder sogar entfallen kann – mit dem Ziel, regelkonformes und integres Verhalten zu fördern.

Das Bonussystem tritt nach einer dreijährigen Übergangsphase in Kraft. 2020 sollen die Führungskräfte mindestens 100 Prozent ihrer bisherigen Bezüge erhalten, in den Folgejahren 90 und 80 Prozent. „Das im Vergleich zum Wettbewerb sehr attraktive Vergütungsniveau bleibt erhalten“, betonten Diess und Kilian. Damit hebt sich Volkswagen von Konkurrenten wie BMW und Daimler ab, die Einsparungen angekündigt haben.

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