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Autobauer VW will künftig auf Tierversuche verzichten

Der Autobauer will nach den bekanntgewordenen Abgastests an Affen in Zukunft Tierversuche ausschließen. Derweil soll das Thema noch in dieser Woche im Bundestag behandelt werden. Und auch die EU verlangt Antworten.

BerlinNach Bekanntwerden des umstrittenen Dieselabgastests mit Affen hat Volkswagen angekündigt, auf Tierversuche zu verzichten. „Wir wollen Tierversuche für die Zukunft absolut ausschließen. Damit so etwas nicht noch einmal passiert“, sagte der VW-Generalbevollmächtigte Thomas Steg der „Bild“-Zeitung.

VW will demzufolge überprüfen lassen, was nach den Versuchen mit den Affen geschehen ist, in welchem Zustand sie übergeben wurden und wie es ihnen heute geht. Zuvor hatte auch VW-Konzernchef Matthias Müller die Versuche als inakzeptabel bezeichnet.

Die umstrittenen Tests sollen außerdem Thema im Bundestag werden. Die Grünen beantragten für diese Woche eine Aktuelle Stunde im Parlament. „Wir fordern die Bundesregierung auf, klar zu sagen, ob sie bereits von den zwielichtigen Methoden der Autoindustrie wusste und inwieweit diese sogar aus öffentlichen Geldern finanziert wurden“, sagte Fraktionsgeschäftsführerin Britta Haßelmann. Sie warf den Autobauern vor, mit angeblich wissenschaftlichen Tierexperimenten und Tests an Menschen die Gefahr von Stickoxiden zu verharmlosen.

Auch die EU-Kommission hofft auf umgehende Antworten aus Deutschland auf die jüngsten Berichte. Man hoffe, dass „der Minister des betreffenden Landes“ in der Lage sein werde, bei einem Treffen mit seinen Amtskollegen am Dienstag in Brüssel zu erklären, was dort passiert sei.

Der Grünen-Politiker Harald Ebner forderte striktere Richtlinien für Tierversuche. Der Bundestagsabgeordnete: „Die deutschen Behörden haben nach aktueller Regelung zu wenig Handhabe, Tierversuche wirksam zu begrenzen. Alternative Methoden werden viel zu wenig gefördert“, sagte er der „Heilbronner Stimme“.

Die Autoindustrie hatte Wissenschaftler eingespannt, um mit der von BMW, Daimler und VW betriebenen Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT) Gesundheitsgefahren von Dieselabgasen zu verharmlosen. Nachdem 2015 aufgeflogen war, dass VW bei Dieselfahrzeugen Messergebnisse manipuliert hatte, erklärten drei der sieben Mitglieder des Forschungsbeirates nach Informationen von „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR ihren Rücktritt.

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