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Autohersteller BMW eröffnet neue Denkfabrik in München

Das Innovationszentrum kostet den Autobauer eine Milliarde Euro. Erstmals arbeiten Entwickler von Benzinmotoren und Elektroantrieben unter einem Dach.

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In der neuen Denkfabrik des Autobauers sollen künftig 5000 Fahrzeugentwickler arbeiten. Quelle: dpa

BMW macht einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung der Autobranche: Der Autobauer hat am Freitag das neue Zentrum seines weltweiten Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks in München eröffnet. Vorstandschef Oliver Zipse sagte, das Projekt falle in die Kategorie „Mega, Giga, Einzigartig“ und sei mit einer Investition von einer Milliarde Euro „eines der größten Projekte dieser Dekade“ im Konzern. Die Investition entspreche einem neuen Fahrzeugwerk und sei ein Bekenntnis zum Entwicklungsstandort München und Deutschland.

Mit der Erweiterung mache BMW seine Entwicklung fit für die Zeit nach 2030, um die digitalen Technologien von übermorgen in Serie zu bringen, sagte Zipse. Im Münchner Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW arbeiten heute 27 000 Mitarbeiter, alle Modelle von BMW, Mini- und Rolls-Royce entstehen dort. Im neuen FIZ Nord werden künftig 5000 Fahrzeugentwickler arbeiten. Nach drei Jahren Bauzeit wurde der erste Abschnitt nun fertiggestellt.

Zipse sagte: „Wir investieren gezielt in High-Tech-Arbeitsplätze und Zukunftstechnologien. Diese tragen unser Geschäftsmodell auf lange Sicht.“ Die Autobranche stecke mehr Geld in Forschung und Entwicklung als jede andere Branche. „Dabei entfällt über ein Drittel der gesamten weltweiten Ausgaben auf die deutschen Hersteller.“ BMW allein investiere bis 2025 rund 30 Milliarden Euro und sei einer der größten IT-Arbeitgeber in Europa.

„Mit selbstlernenden Algorithmen optimieren wir das elektronische Energie-Management im Fahrzeug. Dadurch senken wir die fahrbedingten CO2-Emissionen,“ sagte Zipse. Der FIZ-Komplex verfüge über 20.000 Server. Erstmals arbeiteten im FIZ Nord jetzt alle Entwickler von Benzinmotoren und elektrischen Antrieben unter einem Dach.

Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Reimund Neugebauer, sagte, Erfindergeist sei Deutschlands wichtigster Rohstoff. „Die Lösungen und Innovationen, die hierzulande entwickelt werden, tragen wesentlich zu unserem Wohlstand bei.“ Technologische Souveränität und Umsetzung sei für Deutschland notwendig – aber hier gebe es dringenden Handlungsbedarf: „Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

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