Autoindustrie BMW verkauft weniger Autos im ersten Quartal

Wegen des anhaltenden Materialmangels musste BMW die Produktion mehrfach drosseln. Neue Modelle sollen im Jahresverlauf für Wachstum sorgen.

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Die Produktion musste zuletzt mehrfach unterbrochen werden. Quelle: dpa

Materialengpässe wegen des Kriegs in der Ukraine und eines Corona-Lockdowns in China haben den Absatz von BMW im ersten Quartal belastet. Der Autobauer sprach am Donnerstag von einem hoch volatilen Umfeld. Insgesamt verkauften die Münchner in den ersten drei Monaten mit 596.907 Fahrzeugen 6,2 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Kräftig aufwärts ging es allerdings bei Elektroautos: „Es ist uns im ersten Quartal gelungen, hier unser hohes Wachstumstempo aus 2021 nochmals zu beschleunigen“, sagte BMW-Vertriebsvorstand Pieter Nota. „Damit sind wir voll auf Kurs, um auch 2022 unsere ambitionierten Wachstumsziele für vollelektrische Fahrzeuge zu erfüllen.“

Insgesamt wurden 35.289 vollelektrische Fahrzeuge der Marken BMW und Mini an die Kunden übergeben, das entspricht einem Anstieg um knapp 150 Prozent. Für das Gesamtjahr planen die Münchner, den Absatz von Elektroautos verglichen mit 2021 mehr als zu verdoppeln.

Dazu sollen auch neue Modelle beitragen: Bis zum Jahresende solle die Zahl der Elektromodelle auf 15 steigen, 90 Prozent der derzeitigen Segmente sollen einschließlich von Vorserienfahrzeugen abgedeckt werden. Das schließe neben dem 7er auch die volumenstarken Baureihen 3er, 5er, X1 und X3 ein. Ende 2025 will BMW mehr als zwei Millionen vollelektrische Fahrzeuge auf die Straße gebracht haben.

Nach Ausbruch des Kriegs in der Ukraine musste BMW die Produktion zeitweise drosseln, weil Kabelbäume fehlten, die in dem osteuropäischen Land hergestellt wurden.

Das macht sich bei den Absatzzahlen bemerkbar: In Europa verkaufte BMW mit 220.076 Fahrzeugen 7,8 Prozent weniger, in Deutschland lag das Minus sogar bei 9,4 Prozent auf 61.552 Fahrzeugen. In Asien spielten dagegen Corona-Restriktionen eine Rolle. Hier sanken die Verkäufe um 7,9 Prozent auf 264.235 Einheiten, davon wurden in China selbst mit 208.507 Autos 9,2 Prozent weniger verkauft als vor Jahresfrist. Besser sah es dagegen in Amerika aus, wo der Absatz um 2,9 Prozent auf 98.718 Fahrzeuge zulegte.

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