Autoindustrie Rekordgewinn bei Audi – Auch dank Rohstoffgeschäften

Die hohe Nachfrage nach Premiumautos kurbelt das Geschäft der VW-Tochter an. Auch von Rohstoffsicherungsgeschäften, insbesondere auf Nickel und Aluminium, profitiert Audi.

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Die VW-Tochter erwirtschaftete im ersten Quartal mehr als doppelt so viel wie vor Jahresfrist. Quelle: Reuters

Audi verdient dank der hohen Nachfrage nach Premiumautos so gut wie nie zuvor. Die VW-Tochter erwirtschaftete im ersten Quartal einen Betriebsgewinn von 3,468 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie vor Jahresfrist, wie Audi am Donnerstag mitteilte. Die Ergebnisentwicklung spiegele die gute Markenpositionierung und die fortgesetzte Fixkostendisziplin wider. Das erste Quartal sei weiterhin von der angespannten Versorgungslage geprägt gewesen, sagte Finanzvorstand Jürgen Rittersberger. „Neben den Halbleitern und Lockdowns in China spüren wir die Folgen des Kriegs in der Ukraine.“ Das habe Audi aber gut managen können.

Zugute kam Audi die anhaltend starke Nachfrage nach Autos. „Im Moment haben wir ein hervorragendes Marktumfeld, einen Verkäufermarkt“, sagte Rittersberger. „Wir können unsere Preise sehr gut durchsetzen und müssen kaum Incentives geben.“ Der Umsatz legte leicht auf 14,282 Milliarden Euro zu.

Beim Gewinn profitierte Audi von positiven Bewertungseffekten von Rohstoffsicherungsgeschäften insbesondere auf Nickel und Aluminium. Die Rendite lag mit 24,3 Prozent deutlich über der Zielmarke von neun bis elf Prozent. „Auch ohne die Bewertungseffekte kamen wir auf eine deutlich zweistellige Umsatzrendite im oberen Bereich des Zielkorridors“, sagte Rittersberger. Russland gehört zu den wichtigsten Produzenten von Nickel, das unter anderem für Elektroauto-Batterien benötigt wird. Nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine ist der Preis für das Metall deutlich gestiegen. Auch Aluminium verteuerte sich zuletzt spürbar.

Wie es bei den Rohstoffkosten weitergehe, sei schwer vorhersehbar, sagte Rittersberger; insbesondere könne keine Prognose zu weiteren Bewertungseffekten gemacht werden. Dazu komme, dass auch für Audi die Kosten stiegen, aufgrund der langfristigen Lieferverträge mit Verzögerung.

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