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Automarkt Opel beantragt Kurzarbeit für Rüsselsheim und Eisenach

Der Rückzug aus Russland und die schleppende Entwicklung in Europa zwingen den Opel zum Handeln - mit Konsequenzen auch in Deutschland: Für die Werke in Eisenach und Rüsselsheim hat der Autobauer Kurzarbeit beantragt.

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Ein Mitarbeiter im Opel-Werk in Eisenach: Für das Werk in Thüringen sowie das im hessischen Rüsselsheim hat der Konzern Kurzarbeit beantragt. Quelle: dpa

Frankfurt Der Rückzug aus Russland zieht auch die Opel-Werke im deutschen Heimatmarkt in Mitleidenschaft. Für die Werke in Eisenach und Rüsselsheim werde Kurzarbeit beantragt, teilte die General-Motors-Tochter am Freitag mit.

Grund dafür sei auch die nur moderate Entwicklung des Pkw-Marktes in Europa. Der Absatzrückgang in Russland könne nur zum Teil durch Zuwächse in anderen Märkten ausgeglichen werden. In Eisenach werde für rund 25 Tage Kurzarbeit beantragt, in Rüsselsheim für 15 Tage, um die Produktion zu drosseln. Die Lagerbestände und die damit verbundenen Kosten würden dadurch minimiert.

Opel schloss zur Jahresmitte wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen der Ukraine-Krise sein Werk im russischen Sankt Petersburg. Die Fahrzeuge der Marke werden in dem krisengeplagten Land nur noch bis Ende des Jahres verkauft. Der Absatz brach in Russland deshalb ein: Von Januar bis Juni verkaufte Opel einem Sprecher zufolge dort nur noch gut 9000 Fahrzeuge, ein Minus von 73 Prozent. Die GM-Tochter hatte für dieses Jahr ursprünglich den Verkauf von mehr als 80.000 Fahrzeugen in Russland geplant.

Insgesamt lieferte Opel von Januar bis Juni 582.300 Fahrzeuge aus, ein Zuwachs von drei Prozent. Der Wachstumstrend der vergangenen beiden Jahre könne trotz des Produktionsausfalls fortgesetzt werden, erklärte das Unternehmen.

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