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Automobilindustrie Deutsche Autokäufer greifen zum PS-Protz

Der Trend geht zum Geländewagen: Beim Autokauf schauen die Deutschen darum auf eine stärkere Motorleistung – zulasten der Klimabilanz.

Automobilindustrie: Deutsche Autokäufer greifen zum PS-Protz Quelle: dpa

MünchenDie Deutschen kaufen immer stärkere Autos. „Mittlerweile stehen wir bei 154 PS beim Durchschnitts-Neuwagen“, teilte der Duisburger Wirtschaftsprofessors Ferdinand Dudenhöffer am Dienstag mit. Der große Treiber zu immer höherer Motorleistung sei der SUV-Boom.

Jeder vierte Neuwagen in Deutschland war im vergangenen Jahr ein solcher Komfort-Geländewagen für die Stadt. „Im Durchschnitt hatte der neue SUV im letzten Jahr eine Motorleistung von 170 PS“, erklärte Dudenhöffer. Je stärker die Marktanteile der SUV stiegen, umso schneller steige die PS-Zahl. Ein Ende dieses Trends sei nicht absehbar.

Sportwagen und Coupés hätten im Schnitt sogar über 293 PS Motor, seien aber mit zwei Prozent Marktanteil kaum von Bedeutung, ebenso wie Plug-in-Hybride mit durchschnittlich 183 PS. Wie rasant die PS-Entwicklung verläuft, zeigt ein Blick zurück: Der bis 1964 gebaute stärkste Porsche 356, die Sportversion Carrera 2, hatte nur 130 PS. Sein Nachfolger, der Porsche 911, wurde bis zum Jahr 1973 in der Version 911 T 2.4 ebenfalls mit 130 PS angeboten.

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