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Autoproduktion Ford hält Bänder in zwei Werken wegen Chip-Knappheit kurzzeitig an

An zwei Standorten soll die Produktion von Ford zunächst ruhen. Hintergrund der Maßnahme ist die Knappheit von Chips, die für Produktion benötigt werden.

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Das Werk im US-Staat Kentucky soll zunächst nicht weiter produzieren. Quelle: Reuters

Die weltweite Chip-Knappheit zwingt den US-Autokonzern Ford zur vorübergehenden Unterbrechung der Produktion. Die Bänder würden in den Werken in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky und in Köln für kurze Zeit gestoppt, teilte der Konzern mit. Zudem würden bei der Produktion zweier Modelle bestimmte fehlende Teile zunächst weggelassen.

Diese Fahrzeuge würden dann solange beiseite gestellt, bis die Teile verfügbar seien und verbaut werden könnten. Dabei handelt es sich um die beiden hochprofitablen Modelle F-150, einem Pick-Up, und dem SUV Edge. Es gehe um tausende betroffene Fahrzeuge, sagte eine Sprecherin. Neben Chips fehlten wegen des Wintersturms in den USA auch andere Bauteile.

Im Kölner Werk, wo der Ford Fiesta gebaut wird, standen die Bänder bereits vom ersten bis 16. März still. Auch am 22. März soll laut Unternehmen dort nochmal die Arbeit ruhen. In Lousiville werden einige Schichten gestrichen. Die Kosten für das Anhalten der Produktion sind bereits in der Prognose des Automobilherstellers enthalten, wonach der Chip-Mangel den Gewinn in diesem Jahr um ein bis 2,5 Milliarden Dollar schmälern könnte.

Die gesamte Autobranche leidet unter dem aktuellen Mangel an Chips, die wohl noch eine Weile andauern könnte. Der Chiphersteller Infineon warnt Autohersteller vor einer längeren Hängepartie.

Die Lieferengpässe würden sicher eine Weile andauern, sagte Strategievorstand Helmut Gassel der Zeitung „Euro am Sonntag“ laut Vorabbericht. „In der ersten Jahreshälfte rechnen wir nicht mit nennenswerten Entlastungen.“ Bei den Preisen werde es Nachverhandlungen geben. Er forderte Autohersteller und Zulieferer auf, ihren Planungshorizont zu erhöhen.

Mehr: Der Chipmangel in der Autobranche verschärft sich weiter. Die Stromausfälle in Austin treffen auch Halbleiter-Fabriken von Infineon, Samsung und NXP.

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