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Autovermieter Coronakrise sorgt bei Sixt für große Verluste

Bei Deutschlands größtem Autovermieter brechen aufgrund der Pandemie die Umsätze ein. Sixt hofft auf weitere Lockerungen – und das dritte Quartal.

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Das gerade erst in den SDax aufgestiegene Autounternehmen kämpft mit sinkenden Umsätzen. Quelle: Imago

Der Autovermieter Sixt hat wie erwartet wegen der Coronakrise im ersten Quartal einen Verlust eingefahren. Das Unternehmen rechnet aber weiterhin damit, dass sich die Nachfrage nach Mietautos ab dem zweiten Halbjahr sukzessive normalisieren sollte, dabei wird das dritte Quartal ins Auge gefasst, wie Sixt am Mittwoch bei der Vorlage der endgültigen Quartalszahlen in Pullach mitteilte. Allerdings dürfte der weitere Geschäftsverlauf stark von weiteren Lockerungen im Reiseverkehr abhängen.

Erst vor wenigen Tagen hatte Deutschlands größter Autovermieter angekündigt sich einen Staatskredit von 1,5 Milliarden Euro bei der staatlichen Förderbank KfW zu holen. Sixt brauche das Geld, um seinen Fahrzeugpark zu finanzieren, habe aber am Kapitalmarkt ohne ein Bonitäts-Rating kein Geld bekommen. Mit dem Kredit wolle das Unternehmen nach der Krise „am Markt schnell wieder durchstarten können“, betonte Vorstandsmitglied Alexander Sixt vergangene Woche.

In den ersten drei Monaten wurden die Geschäfte erheblich durch die Pandemie beeinflusst. Der operative Konzernumsatz erreichte wegen des Nachfrageeinbruchs im März 488,5 Millionen Euro, 3,4 Prozent unter dem Vorjahreswert von 505,7 Millionen Euro. Vor Steuern wies Sixt wie erwartet ein Minus von 5,1 Millionen Euro aus, nach einem positiven Vorjahreswert von 40,1 Millionen Euro.

Das Ergebnis nach Steuern rutschte auf minus 9,6 Millionen Euro ab, ein Jahr zuvor waren es noch 27,7 Millionen Euro gewesen. Alle Zahlen verstehen sich der Mitteilung zufolge jeweils ohne Berücksichtigung des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs Leasing.

Die Autoindustrie wirbt bei der Bundesregierung aufgrund der allgemein angespannten Situation für die Aufführung einer Kaufprämie – ähnlich der Abwrackprämie nach der Finanzkrise 2008, stößt dabei allerdings auf viel Wiederstand bei Ökonomen und Gewerkschaft.

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