WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Autozulieferer Bosch erwartet niedrigeres Wachstumstempo

Bei Bosch zeigt man sich angesichts verschiedener Risiken vorsichtig: Für das laufende Jahr erwartet der Autozulieferer ein geringeres Umsatzwachstum.

RenningenDer Autozulieferer Bosch ist für 2018 vorsichtiger. Der Umsatz werde „bedingt durch konjunkturelle und geopolitische Risiken” zwischen zwei und drei Prozent zulegen, teilte der Konzern am Mittwoch in Renningen mit. Im Rekordjahr 2017 hatte Bosch die Erlöse um fast sieben Prozent gesteigert auf 78,1 Milliarden Euro. Die Wechselkursbelastungen beliefen sich auf rund 1,2 Milliarden Euro.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres stagnierte der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres, bereinigt lag er um fünf Prozent darüber. „Wir sehen eine Reihe von Risiken, wollen aber neben dem Umsatz vor allem die Rendite weiter steigern”, sagte Bosch-Chef Volkmar Denner laut Redetext. Sorgen bereiten dem Konzern Handelskonflikte, besonders eine mögliche Eskalation zwischen den USA und China.

Wachstumschancen sieht der Technologiekonzern bei allen Arten der Vernetzung: Außer für Elektroautos und autonome Fahrzeuge bietet Bosch Produkte für vernetzte Fabriken, Häuser oder Städte. Mehr als die Hälfte des Geschäfts macht der Zulieferer in der Kfz-Sparte „Mobility Solutions”, die im vergangenen Jahr ihren Umsatz auf 47,4 Milliarden Euro steigerte. Das Geschäft wuchs den Angaben zufolge dreimal so stark wie die weltweite Automobilproduktion. Gefragt waren vor allem Einspritzsysteme für Diesel- wie Benzinmotoren und Fahrerassistenzprodukte.

Auch beim automatisierten Fahren will Bosch schneller wachsen als der Markt. Der Absatz von Radar- und Videosensoren beispielsweise, die für computergesteuerte Autos benötigt werden, soll dieses Jahr um 40 Prozent zulegen. Der Zulieferer setzt darauf, dass die Kunden künftig außer Komponenten ganze Systeme nachfragen, die in der Regel mehr abwerfen.

2017 erzielte Bosch konzernweit eine operative Rendite von 6,8 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 5,3 Milliarden Euro (plus 17 Prozent).

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%