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Autozulieferer Continental-Chef kündigt harte Entscheidungen an

Der Autozulieferer arbeitet nach einer Gewinnwarnung an Sparmaßnahmen. Quelle: dpa

In einzelnen Konzernbereichen gibt es Kurzarbeit – und Konzernchef Degenhart schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus.

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Der Autozulieferer Continental überprüft im Zuge seiner Sparanstrengungen auch einzelne Werke. „Wir schauen überall auf die Wettbewerbsfähigkeit, deutsche Standorte sparen wir dabei nicht aus“, sagte Konzern-Chef Elmar Degenhart der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Derzeit liefen Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern. „In den kommenden Wochen werden wir dann die ersten Entscheidungen treffen“, kündigte Degenhart an. Medienberichten zufolge stehen beim Dax-Konzern neun seiner weltweit 32 Werke in der Antriebssparte auf der Kippe, auch in Deutschland käme ein Stellenabbau in Frage.

Ab es im Rahmen der Sparbemühungen zu Stellenstreichungen kommt, steht laut Degenhart noch nicht fest. „Der erste Schritt ist Kurzarbeit, das wird bereits in einigen Betrieben praktiziert“, sagte der Manager. Ferner würden darüber hinausgehende Maßnahmen diskutiert. „Bereiche, die absehbar nicht ausreichende Beiträge zu Wachstum oder Gewinn leisten, stellen wir auf den Prüfstand, notfalls trennen wir uns davon.“ Auch betriebsbedingte Kündigung wollte der Conti-Chef nicht grundsätzlich ausschließen. „Wir wissen nicht, was mittelfristig auf uns zukommt. Sollte sich die Situation weiter verschlechtern, müssen wir darauf reagieren“, so Degenhart.

Diese sieben Autozulieferer rutschen in die Krise
Der Hannoveraner Traditionshersteller Continental hat große Probleme, die Spur zu halten Quelle: dpa
Bei Bosch hängen 50.000 Arbeitsplätze, davon allein 15.000 in Deutschland, vom Diesel ab. Quelle: dpa
ZF Friedrichshafen stellt unter anderem Getriebe her und ist breit aufgestellt – spürt aber dennoch den Gegenwind der Branche. Quelle: Felix Kädpa
Auch bei den 79.000 Mitarbeitern von Mahle geht die Angst um. Quelle: dpa
Der größte fränkische Auto-Zulieferer Schaeffler aus Herzogenaurach sieht bisher noch keine Notwendigkeit für weitere Maßnahmen. Quelle: imago images
Das Coburger Familienunternehmen Brose musste ebenfalls Federn lassen und will mit „Kapazitätsanpassungen“ reagieren. Quelle: imago images
Leoni aus Nürnberg ist wohl einer der bisher am stärksten Betroffenen der Branche in Deutschland. Quelle: dpa

Continental hatte Anfang August ein Programm angekündigt, um angesichts der grassierenden Flaute die Finanzkraft dauerhaft zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die Geschäftsziele hatte der Reifen- und Elektronikzulieferer bereits Ende Juli nach einem Gewinneinbruch gekappt und dies mit der weltweit sinkenden Fahrzeugproduktion und Unsicherheiten durch den Handelsstreit zwischen den USA und China begründet.

Zudem treibt Degenhart einen Börsengang der Antriebssparte weiter voran. „Wir streben 2020 an die Börse mit Vitesco Technologies, wie unsere Antriebstechnik künftig heißt. Entweder in Form eines Teilbörsen­gangs oder als Spin-off“, machte der Manager deutlich. „Es gibt keinen Grund, die Vorbereitungen zu bremsen.“ Conti hatte den eigentlich für das zweite Halbjahr ins Auge gefassten Gang aufs Parkett der Antriebssparte mit weltweit gut 40.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von zuletzt 7,7 Milliarden Euro wegen des schwachen Marktumfelds unlängst auf das kommende Jahr verschoben.

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