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Autozulieferer Continental schließt Aachener Reifenwerk später als geplant

Stellenabbau und Werksschließungen stehen bei Continental auf dem Programm. Das Reifenwerk in Aachen wird nun immerhin später als geplant geschlossen.

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Continental will 30.000 Arbeitsplätze abbauen - 13.000 davon in Deutschland. Quelle: dpa

Die Reifenproduktion von Continental in Aachen wird nach Verhandlungen des Unternehmens mit den Arbeitnehmervertretern Ende 2022 und damit ein Jahr später als geplant beendet.

Die Vereinbarung zu dem Standort mit noch rund 1200 Beschäftigten sieht Abfindungen für freiwilliges Ausscheiden sowie eine Transfergesellschaft vor, in der Arbeitnehmer umgeschult und zu anderen Stellen vermittelt werden sollen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Bis zu 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden auch 2023 noch im Reifenwerk beschäftigt bleiben. Es könnten jetzt Gespräche über die weitere Nutzung des Werksgeländes beginnen, an denen auch die Stadt Aachen beteiligt wird.

Der zweitgrößte deutsche Autozulieferer hatte im September einen Umbauplan mit Werksschließungen und einem Stellenabbau angekündigt, von dem weltweit 30.000 und in Deutschland 13.000 Arbeitsplätze betroffen sind.

Das Aus des Reifenwerks in Aachen, das damals noch 1800 Mitarbeiter zählte, begründete das Unternehmen mit Überkapazitäten am europäischen Reifenmarkt, die aus wachsenden Importen von Konkurrenten aus Asien resultierten. Die Abbaupläne lösten Proteste der Gewerkschaften und Beschäftigten an mehreren deutschen Standorten aus.

Die IG Metall erklärte vergangene Woche, die vollständige Schließung des Werkes in Karben bei Frankfurt sei vom Tisch. Ein Teil der Produktion wird zwei Jahre später als von Continental zunächst geplant Ende 2025 auslaufen. Ein anderer Teil bleibe erhalten.

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