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Autozulieferer Hella-Eigentümerfamilie prüft Anteilsverkauf

Die Eignerfamilie Hueck sondiert den Verkauf der Aktienmehrheit an dem MDax-Konzern. Noch steht der Prozess am Anfang. Die Aktie schnellte bis zu elf Prozent in die Höhe.

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Der 1899 gegründete Autozulieferer ist im Herbst 2014 an die Börse gegangen. Quelle: dpa

Beim familiengeführten Autozulieferer Hella könnte es einem Medienbericht zufolge zu einem Eigentümerwechsel kommen. Die Industriellenfamilie Hueck, die zusammen mit der Familie Röpke 60 Prozent an dem mit fünf Milliarden Euro bewerteten MDax-Konzern hält, habe die Investmentbank Rothschild beauftragt, den Käufermarkt zu sondieren, berichtete das „Manager Magazin“ am Dienstag unter Berufung auf mehrere Beteiligte.

Demnach sollen Käufer und mögliche Investoren angesprochen und um Angebote gebeten werden. Der Prozess stehe noch am Anfang und könnte auch scheitern, hieß es dem Bericht zufolge in Finanzkreisen. Hella wollte den Medienbericht nicht kommentieren.

Anleger griffen derweil zu. Die Aktie schnellte zeitweise um über elf Prozent auf 50,90 Euro in die Höhe. Die Analysten von Jefferies kommentierten, am Ende könnte auch den außenstehenden Anteilseignern ein Übernahmeangebot winken und die Firma könnte von der Börse genommen werden. Die Anteile der Gesellschafterfamilie sind allerdings noch mindestens bis 2024 durch eine Poolvereinbarung gebunden.

Der 1899 gegründete Autozulieferer, der seinerzeit mit Ball-Hupen und mit Kerzen- und Petroleumlampen für Kutschen startete, war im Herbst 2014 an die Börse gegangen.

Hella hatte im Corona-Jahr 2020 nach einem Verlust ein Restrukturierungsprogramm aufgelegt, das auch den Abbau von über 1000 Stellen vorsieht. Der Scheinwerferspezialist konnte so dank der Kostensenkungen zuletzt einen Gewinnanstieg verbuchen.

Firmenchef Rolf Breidenbach, dessen Vertrag bis 2024 läuft, treiben trotz der spürbaren Markterholung Lieferengpässe um. „Die hohe Nachfrage etwa nach Mikrochips sorgt für Knappheit bei Elektrobauteilen“, hatte er im Januar erklärt. Er bekräftigte zwar seine Jahresziele, räumte aber ein, dass die Engpässe die Produktion beeinträchtigen könnten und die Auswirkungen derzeit nicht kalkulierbar seien. Insgesamt erwartet er eine langsame Erholung des Automobilmarktes. 

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