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Autozulieferer Hella plant weitere Stellenstreichungen - Wenig Licht am Ende des Tunnels

Der Autozulieferer Hella ächzt unter dem schrumpfenden Automobilmarkt. Nun will das Unternehmen weitere Arbeitsplätze streichen und Kosten reduzieren.

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Der Autozulieferer wird von der Coronakrise empfindlich getroffen. Quelle: dpa

Der Scheinwerferspezialist Hella will in Deutschland weitere Arbeitsplätze abbauen. Neben den bis Ende 2023 ohnehin vorgesehenen 900 Stellenstreichungen sollen weitere 100 bis 150 Jobs im Jahr wegfallen, sagte Konzernchef Rolf Breidenbach am Freitag. "Es geht dabei nicht um die Marktentwicklung, sondern um die Wettbewerbsfähigkeit und Kostenstruktur.“

Hella ächzt unter dem weltweit seit längerem schrumpfenden Automobilmarkt und seit diesem Jahr nun auch unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Eine rasche Erholung sieht Breidenbach nicht. Die Prognose der Marktforscher der britischen IHS, die einen Anstieg der weltweiten Fahrzeugproduktion von 2,3 Prozent auf 77,3 Millionen vorsehen, bezeichnete der Manager als „best case.“ Angesichts der Unwägbarkeiten der Corona-Krise sehe er auch Rückschlagspotenzial.

Breidenbach erwartet im laufenden Bilanzjahr 2020/21 einen Umsatz von 5,6 bis 6,1 Milliarden Euro, nachdem er im Vorjahr um 14 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro gesunken war. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) - ohne Kosten für den Stellenabbau - soll zwischen vier und sechs (2019/20: 4,0) Prozent liegen. Das entspräche einem Ebit von 220 bis 370 Millionen Euro. 2019/20 war das bereinigte Ebit um 59 Prozent auf 233 Millionen geschrumpft. Netto ergab sich nach Wertminderungen von über 500 Millionen Euro ein Verlust von 432 Millionen Euro, nachdem im Geschäftsjahr 2018/19 noch ein Gewinn von 630,4 Millionen Euro in den Büchern stand. 

Die Zahl der Mitarbeiter liegt insgesamt bei rund 36.300, 26 Prozent davon in Deutschland. Eine Dividende für 2019/20 wird es nicht geben. Breidenbach erklärte, zugunsten der Finanzstärke des Unternehmens würden die Anteilseigner leer ausgehen.

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