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Autozulieferer Leoni streicht Dividende und kappt Mittelfrist-Ziele

Probleme mit dem neuen Werk in Mexiko, hohe Verluste, schlechte Zahlen: Bei Leoni läuft es nicht rund. Der Autozulieferer setzt die Dividende aus und muss die Ziele reduzieren.

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Kabel-Hersteller Leoni hat seine bereits reduzierten Gewinnerwartungen verfehlt. Quelle: dpa

Berlin Schlechte Nachrichten für Autozulieferer Leoni: Das Nürnberger Unternehmen hat seine bereits reduzierten Gewinnerwartungen verfehlt und streicht die Dividende. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) brach im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel auf 144 (2017: 227) Millionen Euro ein, wie der Kabel-Spezialist am Donnerstagabend mitteilte. Dabei hatte Leoni das Ziel bereits im Herbst auf 196 von bis zu 235 Millionen Euro reduziert. Im vierten Quartal schrieb Leoni sogar operativ rote Zahlen.

Der neue Vorstandschef Aldo Kamper nannte das Ergebnis für 2018 „sehr enttäuschend und inakzeptabel“. Die Probleme seien viel gravierender als bisher zu sehen sei, weshalb er mit einem Maßnahmenpaket gegensteuern werde. Vor allem im neuen Kabelbaum- Werk in Mexiko läuft es nicht rund. „In den nächsten Monaten werden wir uns darauf konzentrieren, das Unternehmen zu stabilisieren.“ Einzelheiten will Kamper am 19. März nennen.

Die Dividende für das abgelaufene Jahr soll ausfallen. Für 2017 hatte Leoni sie noch auf 1,40 Euro fast verdreifacht. Die im Kleinwerteindex SDax notierte Aktie war bereits am Donnerstag um 4,5 Prozent in die Knie gegangen, im Späthandel brach sie um zwölf Prozent ein.

Auch die Umsatz- und Renditeziele für 2020 seien nicht mehr erreichbar, erklärte Leoni. Das Traditionsunternehmen hatte sich einen Umsatzzuwachs von fünf Prozent pro Jahr und eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von über fünf Prozent vorgenommen. Im laufenden Jahr werde der Umsatz aber nur leicht auf 5,2 (2018: 5,1) Milliarden Euro steigen. Das Ebit werde sogar noch einmal auf 100 bis 130 Millionen Euro sinken, wobei die Kosten für den Umbau noch ausgeklammert sind.

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