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Autozulieferer „Massiver Konflikt“: IG Metall wehrt sich gegen Verkauf von Bosch-Gießereien

Der Konzern kündigte an, drei Produktionsstätten für Bremsenteile zu schließen. Die Gewerkschaft will dagegen vorgehen.

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Bosch will drei Gießereien in Hessen schließen. Quelle: dpa

Der Autozulieferer Bosch will sich von drei Gießerei-Standorten in Hessen trennen. Es werde geprüft, die Fertigung von Komponenten für Bremsen zu verkaufen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Betroffen wären die Buderus Guss GmbH in Breidenbach und Ludwigshütte sowie die Robert Bosch Lollar Guss GmbH.

Die Mitarbeiter und Arbeitnehmervertreter seien darüber informiert worden. Bosch sieht demnach kaum Spielraum, den Produktbereich langfristig profitabel weiterzuentwickeln und „hat zwischenzeitlich aus dem Markt Interesse am Produktbereich Brake Components signalisiert bekommen“.

Die IG Metall kündigte Widerstand gegen den Verkauf der Standorte, an denen mehr als 930 Beschäftigte arbeiteten, an. Die Entscheidung des Managements sei nicht nachvollziehbar und werde einen massiven Konflikt nach sich ziehen, erklärte IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Köhlinger.

Der Umbau der Autoindustrie zu Elektromobilität könne dafür kein Grund sein, weil auch diese Fahrzeuge Bremssysteme benötigten. „So ein Verhalten verbinde ich mit Gutsherren der vergangenen Jahrhunderte. Es sollte nicht der Stil eines innovativen und tarifgebundenen Automobilzulieferers sein.“ In Lollar gelte außerdem ein Tarifvertrag zu Standort- und Beschäftigungssicherung bis 2023.

Bei der Auswahl eines möglichen Käufers lege Bosch Wert darauf, dass das Geschäft eine Zukunftsperspektive erhalte und die Belange der rund 900 Beschäftigten berücksichtigt werde, erklärte der Stiftungskonzern.

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