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Autozulieferer Webasto schließt Zentrale wegen Virusgefahr

Bei vier Mitarbeitern des Autozulieferers wurde die Lungenkrankheit festgestellt. Daher hat Webasto nun die Konzernzentrale und das testzentrum geschlossen.

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Am Dienstag war bei dem Unternehmen der erste Coronavirusfall in Deutschland bekanntgeworden. Quelle: Reuters

Nach der Infektion von vier Webasto-Mitarbeitern mit dem Coronavirus hat der Autozulieferer die Konzernzentrale samt Entwicklungs- und Testzentrum für Dächer in Stockdorf bei München geschlossen. Aber „Stand heute läuft der Betrieb an allen anderen Standorten in Deutschland normal weiter“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch.

In Stockdorf seien 1000, an den anderen sieben Standorten in Deutschland rund 3000 Mitarbeiter beschäftigt. In Stockdorf „läuft das Tagesgeschäft - soweit unter den aktuellen Bedingungen möglich - wie gewohnt weiter“, sagte die Sprecherin: „Die meisten Kolleginnen und Kollegen können von zuhause arbeiten.“

Am Dienstag war bei Webasto der erste Coronavirusfall in Deutschland bekanntgeworden. Ein Mitarbeiter hatte sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt. Inzwischen wurde bei drei weiteren Mitarbeitern die Lungenkrankheit festgestellt.

In China hat Webasto elf Werke mit 3500 Mitarbeitern - darunter in der Metropole Wuhan, wo das Coronavirus ausbrach. Alle Standorte in China seien aufgrund der Neujahrsfeierlichkeiten bis Sonntag geschlossen, sagte die Sprecherin. Darüber hinaus gebe es behördliche Anordnungen. So sei Schanghai auch die nächste Woche bis 9. Februar geschlossen.

„Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Kunden und Behörden, um die erneute Aufnahme der Produktion zu koordinieren, sobald dies möglich ist“, sagte die Webasto-Sprecherin. „Vieles hängt auch von der Entwicklung der Nachfrage unserer Kunden in der Region – also der Autohersteller – ab. Wir können Auswirkungen auf die globalen automobilen Lieferketten nicht ausschließen.“

Webasto erwirtschaftet mit Panorama-, Schiebe- und Cabrio-Dächern sowie Standheizungen rund 3,4 Milliarden Euro Jahresumsatz – fast die Hälfte davon in China.

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