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Bahntechnikgruppen EU-Kommissarin bekräftigt Skepsis gegen Siemens -Alstom-Fusion

EU-Kommissarin Margrethe Vestager findet: Siemens und Alstom könnten auch ohne eine Fusion gegen China wettbewerbsfähig bleiben .

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„Alstom und Siemens sind bereits Weltmeister in ihrem Geschäft, nicht nur Europameister.“ Quelle: Reuters

München, Paris Im Poker um die geplante Fusion der Siemens-Bahntechniksparte mit dem Konkurrenten Alstom bekräftigt die für die Genehmigung zuständige EU-Kommissarin ihre Bedenken. „Wir sprechen hier über zwei tolle Unternehmen, die in der Lage sind, im Wettbewerb zu bestehen“, sagte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Das Argument der Konzerne, sie müssten sich mit dem Zusammenschluss gegen die weltgrößten Bahntechnikgruppe CRRC aus China wappnen, will Vestager nicht gelten lassen. „Wir haben uns die chinesische Präsenz im Markt genau angesehen. Alstom und Siemens aber sind bereits Weltmeister in ihrem Geschäft, nicht nur Europameister“, sagte die EU-Kommissarin in der Reuters vorliegenden Druckfassung des Interviews.

Es sei allerdings noch zu früh, um über Ergebnisse ihrer Untersuchung zu sprechen, räumte Vestager ein. Die offizielle Prüffrist läuft bis zum 18. Februar. Insidern zufolge wolle Vestager bereits am 6. Februar ein Veto aussprechen. Die Fusionspartner und die Regierungen Deutschlands und Frankreichs versuchen, Vestager von einer Zustimmung zu überzeugen.

CRRC erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 30 Milliarden Euro. Der ICE-Bauer Siemens steht mit rund acht Milliarden Euro weltweit an zweiter Stelle, auf dem dritten Platz folgt der französische TGV-Hersteller Alstom mit mehr als sieben Milliarden Euro. Knapp dahinter folgt der kanadische Bahntechnikkonzern Bombardier.

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