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BASF streicht Stellen Die Hälfte des Pflanzenbiotechnik-Personals soll entlassen werden

Rund 150 Millionen Euro investiert BASF pro Jahr in die Erforschung von Pflanzenbiotechnologie. Nun will sich der Chemiekonzern teilweise zurückziehen – und streicht 350 Stellen in der Sparte.

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Die Forschung an ertragreicheren Reissorten und pilzresistentem Mais wird eingestellt. Quelle: Reuters

Frankfurt Der Chemieriese BASF zieht sich zum Teil aus der Forschung in der Pflanzenbiotechnologie zurück und baut die Hälfte der Stellen in dem Bereich ab. BASF teilte am Donnerstag mit, seine Standorte in Nordamerika und Europa anzupassen und das Geschäft umzubauen. Dadurch sollen in dem Bereich etwa 350 der insgesamt 700 Arbeitsplätze wegfallen. 140 Stellen seien in Nordamerika betroffen, 180 in Europa. „Wir werden Projekte stoppen, die mit extrem hohen technischen Hürden verbunden sind und signifikante zeitliche und finanzielle Investitionen erfordern“, sagte BASF-Vorstandsmitglied Harald Schwager.

BASF investiert bislang in den Bereich pro Jahr etwa 150 Millionen Euro. Künftig werde sich der Konzern in der Forschung zur Pflanzenbiotechnologie unter anderem auf Herbizidtoleranz sowie Pilzresistenz von Sojabohnen konzentrieren. Projekte für ertragreichen Reis sowie pilzresistenten Mais sollen dagegen gestoppt werden. Mit dem Umbau will das Unternehmen bis Ende 2016 fertig sein. Die Kooperation mit dem US-Saatgutriesen Monsanto sei von dem Schritt nicht betroffen.

Schließen wollen die Ludwigshafener Feld-Versuchsstationen in Hawaii, Indien und Puerto Rico. Forschungsstandorte in den US-Bundesstaaten North Carolina und Iowa, in Berlin und Limburgerhof (Rheinland-Pfalz) sowie in Belgien und Brasilien werden verkleinert. Geschäftszahlen für den Bereich gibt BASF nicht bekannt.

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