Baukonzern Bilfinger plant Milliarden-Zukäufe

Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger plant neue Übernahmen - bevorzugt sollen Unterehmen aus Asien und Amerika gekauft werden. Zur Verfügung stehe dafür rund eine Milliarde Euro.

Die Bilfinger-Baustellen
Bauschacht in Köln beim Bau der neuen U-Bahn
Roland Koch
Schutzhelm von Bilfinger Berger
Bilfinger-Vorstand Bodner
Baukräne von Bilfinger Berger
Ein Bauarbeiter geht an einem Schild von Strabag vorbei

"Wir haben einige Ideen, die Pipeline ist gut gefüllt und das notwendige Geld vorhanden", sagte Vorstandschef Roland Koch der "Welt am Sonntag". Sein Unternehmen sei aber gelassen genug, um genau dann zu kaufen, wenn es auch wirklich passt. Im Visier hat Konzernchef Koch insbesondere ausländische Unternehmen. "Wir wollen noch internationaler werden und unsere Basis zum Beispiel in Asien oder Amerika erweitern. Viele unserer Kunden sind international tätig und erwarten, dass wir ihnen weltweit folgen", sagte der Manager. Darüber hinaus schaue sich Bilfinger verstärkt nach Unternehmen mit ausgeprägtem Ingenieur-Know-how um. "Das erweitert unser Spektrum über das bisherige Dienstleitungsangebot hinaus."

Bilfinger auf Einkaufstour

Koch baut Bilfinger derzeit vom Bau- zum Dienstleistungskonzern um. Komplett verzichten will er auf die Bauaktivitäten aber nicht. "Das Bauwissen ist wichtig für die Dienstleistungen, die wir erbringen. Wer Anlagen und Immobilien wartet und pflegt, sollte sämtliche Elemente des Bauwerks verstehen. Ich halte das für einen echten Wettbewerbsvorteil."

In Arbeit
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Aktuell beträgt die Leistung des MDax-Konzerns im Baugeschäft noch rund 20 Prozent vom Jahresumsatz. Mittelfristig wird der Anteil koch zufolge aber weiter sinken. "Unser Planziel ist ein maximales Bauvolumen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro pro Jahr."

Konjunkturprobleme gibt es bei Bilfinger trotz der anhaltenden Eurokrise nicht. "Vom Konjunkturabschwung merken wir kaum etwas", versicherte Koch. "Zum einen haben wir einen hohen Kundenanteil aus Deutschland, zum anderen aus dem Öl- und Gasgeschäft. Und genau dort läuft es unverändert gut. Allerdings auch nicht mehr sehr gut."

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