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Baustoffkonzern Holcim baut mit Milliarden-Zukauf Dachgeschäft aus

Mit der Übernahme der Firma Malarkey will Holcim die Abhängigkeit von der energieintensiven Zementherstellung verringern. An der Börse zieht die Aktie an.

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Die Übernahme von Malarkey soll aus Barmitteln finanziert und im ersten Quartal 2022 abgeschlossen werden. Quelle: Reuters

Mit einer Milliardentransaktion tritt der Baustoffkonzern Holcim in das Geschäft mit Bedachungen für Wohnhäuser ein. Das Schweizer Unternehmen kauft für 1,35 Milliarden Dollar die amerikanische Malarkey Roofing Products, wie Holcim am Donnerstag mitteilte.

Die in Familienbesitz stehende Firma habe in den vergangenen zehn Jahren mit Produkten wie Dachschindeln oder Eis- und Wassersperren prozentual zweistellige Wachstumsraten erzielt. Malarkey peile im kommenden Jahr einen Umsatz von 600 Millionen Dollar und ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 120 Millionen Dollar an.

„Unsere Unternehmen ergänzen sich hervorragend“, erklärte Holcim-Chef Jan Jenisch. Mit Produktionsstätten in Oregon, Kalifornien und Oklahoma verfügt Malarkey Roofing Products über eine starke Stellung im Westen und Süden der USA. Vor knapp einem Jahr hatte Holcim die auf Flachdächer für Gewerbegebäude in Amerika spezialisierte Firestone Building Products gekauft. Mit dem Ausbau des Dachgeschäfts will der Heidelbergcement-Rivale die Abhängigkeit von der energieintensiven und damit klimabelastenden Zementherstellung verringern und für Anleger attraktiver werden.

Der US-Wohndachmarkt mit einem Volumen von 19 Milliarden Dollar sei hochprofitabel und werde durch Reparaturen und Sanierungen und den Trend hin zu nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Baumaterialien getrieben. Die Übernahme von Malarkey solle aus Barmitteln finanziert und im ersten Quartal 2022 abgeschlossen werden. Holcim rechne mittelfristig mit jährlichen Synergien in Höhe von 40 Millionen Dollar.

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    Der Kaufpreis sei angesichts der in Aussicht gestellten Synergien moderat, erklärte ZKB-Analyst Martin Hüsler. An der Börse zogen Holcim 2,2 Prozent an. „Wir begrüßen den beschleunigten Umbau von Holcim, der zu einem stabileren Geschäftsverlauf und einer höheren Bewertung führen sollte“, erklärte Vontobel-Analyst Bernd Pomrehn.

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