Bayer-Chef Marijn Dekkers "Schuldenabbau hat Priorität"

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Der Vorstandschef des Pharmakonzerns Bayer, Marijn Dekkers, plant aktuell keine größeren Akquisitionen und konzentriert sich stattdessen auf den Abbau der Schulden.

Der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG, Marijn Dekkers. Quelle: dpa

„Derzeit sehe ich nicht viel Raum für größere Zukäufe. Es geht jetzt erst einmal darum, unsere Schulden abzubauen. Die liegen immerhin bei über 20 Milliarden Euro“, sagte Marijn Dekkers im Interview mit der WirtschaftsWoche. Er verwies darauf, dass Bayer in jüngster Zeit bereits kräftig zugekauft habe: So hatten die Leverkusener 2014 für elf Milliarden Euro die rezeptfreien Medikamente des US-Konzerns Merck & Co übernommen.

Die Weltmarktführerschaft im Geschäft mit rezeptfreien Arzneien (OTC) strebt Dekkers nach eigenen Worten aber nicht unbedingt an: „Es geht nicht unbedingt darum, die Nummer eins zu werden, sondern zu den führenden Unternehmen der Welt zu zählen. Ob als Nummer eins oder Nummer zwei ist dann eher egal.“ Aktuell belegt Bayer im OTC-Geschäft weltweit Rang zwei hinter dem britischen Konzern GlaxoSmithKline.

Wer bei Bayer für Gewinn sorgt

Zudem zeigte sich Dekkers mit dem organischen Wachstum bei verschreibungspflichtigen Medikamenten sehr zufrieden: „Mit unserem Pharmageschäft sind wir 2014 um etwa elf Prozent organisch, also aus eigener Kraft, gewachsen. Das kann kaum ein anderes Pharmaunternehmen von sich behaupten.“ 

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