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Bayer-Hauptversammlung Kunststoff-Geschäft soll bis Mitte 2016 an die Börse

Der Vorstand der Bayer-AG, Marijn Dekkers, hat die Aktionäre des Leverkusener Pharma- und Chemiekonzerns auf die Trennung von Material Science eingestimmt. Bis 2016 will Bayer die Sparte an die Börse bringen.

Der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG Marijn Dekkers Quelle: dpa

"Wir sind überzeugt, dass Bayer als reines Life-Science-Unternehmen exzellente Wachstumsperspektiven hat", sagte Dekkers am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Köln. Die Kunststoffsparte MaterialScience solle bis spätestens Mitte nächsten Jahres an die Börse gebracht werden, bekräftigte er. Die wirtschaftliche und rechtliche Trennung solle bis zum 1. September abgeschlossen sein. "Und in der zweiten Jahreshälfte werden wir voraussichtlich auch entscheiden, welche der möglichen Varianten wir für den anschließenden Börsengang nutzen wollen", sagte Dekkers. Dabei könne das Aktienmarktdebüt über einen Spin-Off oder eine Neuemission (IPO) geschehen.

Stationen des Bayer-Konzerns

Das abgespaltene Kunststoffgeschäft werde das viertgrößte Chemieunternehmen in Europa sein. "Wir sind überzeugt, dass MaterialScience als selbstständiges Unternehmen hervorragende Aussichten auf nachhaltigen Erfolg hat", zeigte sich Dekkers optimistisch. Parallel zur Trennung der Kunststoffsparte, die der Vorstand im vergangenen September angekündigt hatte, wolle Bayer seine vollständige Ausrichtung auf das Gesundheitsgeschäft und die Agrarchemie vorantreiben.

Derzeit würden die Konzernstruktur überprüft und Vorschläge für eine Neuorganisation erarbeitet. "Es geht dabei ausdrücklich nicht darum, Arbeitsplätze abzubauen", sagte Dekkers. Die Zahl der Mitarbeiter werde bei Bayer in den nächsten Jahren weltweit stabil bleiben.

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Die Leverkusener wollen sich darauf konzentrieren, das organische Wachstum in der Gesundheitssparte HealthCare und im Agrarchemiegeschäft CropScience weiter voranzutreiben. "Insgesamt wollen wir in diesem Jahr mehr als vier Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren", bekräftigte Dekkers. 2015 stehe zudem im Zeichen der Integration des Geschäfts mit rezeptfreien Medikamenten vom US-Pharmakonzern Merck & Co, das Bayer im vergangenen Jahr für gut zehn Milliarden Euro übernommen hatte, sowie der 2014 gekauften chinesischen Pharmafirma Dihon.

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