Bayer Schering-Übernahme könnte Bayer 300 Millionen Euro zusätzlich kosten

Exklusiv

Die Übernahme des Pharmaunternehmens Schering könnte Bayer bis zu 300 Millionen Euro zusätzlich kosten.

Logos von Bayer und Bayer Schering Quelle: dapd

Bayer hatte Schering 2006 übernommen, doch die Schering-Aktionäre fühlten sich zu billig abgefunden. Nach Informationen der WirtschaftsWoche ist Bayer nach jahrelangem Streit jetzt bereit, den früheren Schering-Aktionären einen Nachschlag zu zahlen. Bayer bestätigte der WirtschaftsWoche den laufenden gerichtlichen Vergleich, wollte sich zu den Gesamtkosten aber nicht äußern.

2006 hatte Bayer den Schering-Aktionären im Rahmen eines normalen Übernahmeangebotes noch bis zu 89 Euro je Aktie geboten. Wer nicht darauf einging, erhielt später ein neues Angebot über 89,36 Euro. Die letzten Schering-Aktionäre drängte Bayer schließlich im Rahmen eines Squeeze-outs zwangsweise heraus und zahlte ihnen 98,98 Euro.

Jetzt will Bayer die bisher gezahlten Abfindungen auf 118 Euro je Aktie aufstocken – für alle, die ihre Aktien erst nach dem regulären Übernahmeangebot an Bayer verkauft haben. Kommt der Deal zustande, erhalten auch jene ehemaligen Aktionäre eine Nachzahlung, die nicht geklagt haben. Wer schon während des regulären Übernahmeangebotes an Bayer verkauft hat, geht hingegen leer aus.

Bayer hat sich bis Ende August an das Angebot gebunden. Bis dahin müssen alle über 100 Kläger zustimmen. Nur dann will der Konzern den Vergleich annehmen.

 

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