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Bergwerk Ibbenbüren Vorletzte Steinkohlezeche in Deutschland hat Förderung eingestellt

Nach Ibbenbüren betreibt Bergbaukonzern RAG nur noch eine Zeche in Bottrop. Bis Jahresende soll auch hier Schluss sein.

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Derzeit sind hier noch rund 800 Mitarbeiter beschäftigt. Quelle: dpa

Ibbenbüren Das Ende der Steinkohleförderung in Deutschland ist einen weiteren Schritt näher gerückt. Auf der Zeche Ibbenbüren in Nordrhein-Westfalen wird seit Mitte August keine Kohle mehr abgebaut, wie ein Sprecher des Bergbaukonzerns RAG am Dienstag in Essen sagte.

Damit fördert nur noch die Zeche Prosper-Haniel in Bottrop. Auch dort soll der Abbau bis zum Jahresende eingestellt werden. Zuvor hatten örtliche Medien über das Ende der Förderung in Ibbenbüren berichtet.

Dort sind aktuell noch etwa 800 Mitarbeiter beschäftigt. Am Jahresende werden es noch rund 600 sein. Sie sollen in den kommenden Monaten die Stilllegung der Zeche vorbereiten. Die offizielle Abschlussveranstaltung zum Ende des Steinkohlenbergbaus ist für den 21. Dezember in Bottrop geplant.

Gefördert wurde in Ibbenbüren sogenannte Anthrazitkohle, die sich durch einen hohen Energiegehalt auszeichnet. In diesem Jahr wurde auf dem Bergwerk, das in den 1950er Jahren rund 12.000 Mitarbeiter hatte, eine Million Tonnen Kohle abgebaut. Die letzte Förderschicht in Ibbenbüren war bereits am 17. August. Wegen der „Emotionalität dieses Ereignisses“ habe man sich entschieden, dies ohne großes Aufheben zu begehen, teilte die RAG mit.

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