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Bilanzsaison US-Unternehmen verdienen so viel wie noch nie

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Eine Gefahr aus der Tiefe?



Schieferöl und -gas wird mit Hilfe des sogenannten „Fracking“ gewonnen. Dabei werden die Rohstoffe über Bohrungen sowie unter Einsatz von hohem Druck, Sand und Chemikalien aus dem Schiefergestein gelöst. Die dafür notwendige Technik steht erst seit einigen Jahren zur Verfügung. Außerdem lohnte sich der Abbau wegen der vergleichsweise hohen Kosten lange Zeit nicht.

Doch dank des Frackings profitieren die USA nun von dem Energieboom. Nach konservativen Schätzungen wird die US-Ölproduktion von heute 7,8 Millionen Barrel pro Tag bis 2020 auf 11,6 Millionen Barrel steigen. Allerdings ist die Fördermethode nicht unumstritten.

Die Befürchtung von Umweltschützern und Anwohnern: Die in die Tiefe gepressten Chemikalien könnten in höhere Schichten aufsteigen und Trinkwasser verseuchen. Zudem drohen möglicherweise Erdstöße, wenn unter hohem Druck Risse in die Tiefe getrieben werden, in denen das Schiefergas lagert.

Industrie



Auch in Deutschland gibt es nicht unerhebliche Vorkommen an Schiefergas. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) taxiert die förderbare Gasmenge auf bis zu 2,3 Billionen Kubikmeter. Zum Vergleich: Den Angaben des Wirtschaftsverbands Erdöl- und Erdgasgewinnung zufolge werden hierzulande jährlich 100 Milliarden Kubikmeter Erdgas verbraucht.

Hierzulande wird die Förderung wegen der möglichen Gefahren aber derzeit weiter untersucht, bevor Bohrungen in die Tiefe getrieben werden. Der US-Konzern ExxonMobil hat seine deutschen Fracking-Pläne zurückgestellt und wartet die Ergebnisse weiterer Studien ab. Zwischen den verschiedenen Bundesministerien und den Länderbehörden herrscht offenbar keine einheitliche Meinung über die Gefahren des Frackings.

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