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Biotech-Unternehmen Übernahmespekulationen um Qiagen – Aktie im Aufwind

Der US-Diagnostik-Spezialist Quidel verhandelt offenbar mit Qiagen über einen mögliche Übernahme. Ob es zu einer Einigung kommt, ist noch ungewiss.

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Das Biotech-Unternehmen Qiagen profitiert in der Coronakrise von einer hohen Nachfrage nach Covid-19-Tests. Quelle: Reuters

Spekulationen auf ein Übernahme von Qiagen geben den Aktien des Biotech-Unternehmens Auftrieb. Der US-Diagnostik-Spezialist Quidel prüft einem Medienbericht zufolge einen milliardenschweren Zusammenschluss mit der Gesellschaft.

Die Amerikaner hätten erste Annäherungsversuche unternommen, um das Interesse Qiagens auszuloten, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Qiagen-Aktien stiegen an der Börse am Dienstag um bis zu drei Prozent auf 46,20 Euro.

Wie Bloomberg weiter meldete, befinden sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium. Ob die Verhandlungen am Ende in einer Vereinbarung mündeten, sei deshalb ungewiss. Qiagen ist derzeit gut 10,6 Milliarden Euro an der Börse wert, das Unternehmen wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Im vergangenen Sommer war der US-Rivale Thermo Fisher mit seiner 11,3 Milliarden Euro schweren Übernahmeofferte für Qiagen wegen des Widerstands von Aktionären gescheitert. Diese hatten das Angebot angesichts der besseren Geschäftsaussichten von Qiagen im Zuge der Pandemie als zu niedrig bezeichnet. Thermo Fisher blieb erfolglos, obwohl die Amerikaner die Offerte auf letztlich 43 Euro je Aktie anhoben, die Annahmequote senkten und Vorstand und Aufsichtsrat von Qiagen die Übernahme unterstützt hatten.

Aktionäre wie der Hedgefonds Davidson Kempner, der den Widerstand angeführt hatte, waren mit dem Angebot aber immer noch unzufrieden und wollten ihre Aktien nicht verkaufen. Seinen Anteil hat Davidson Kempner inzwischen auf gut vier Prozent von damals rund acht Prozent reduziert.

Qiagen profitiert von einer hohen Nachfrage nach Covid-19-Tests in der Pandemie. Das Unternehmen, dessen operativer Sitz in Hilden bei Düsseldorf ist, während die Holding im niederländischen Venlo ansässig ist, hatte seine Geschäftsziele in den vergangenen Monaten deshalb mehrfach angehoben.

Zahlen für das abgelaufene Quartal will der Konzern am Dienstag nach Börsenschluss vorlegen. Übernahmespekulationen um Qiagen hatten zuletzt wieder zugenommen. Dabei machte auch der Name Quidel die Runde.

Der US-Konzern wollte sich gegenüber Bloomberg nicht zu Qiagen äußern. Die Agentur zitierte aber aus einer Stellungnahme von Vorstandschef Doug Bryant, dass Quidel sich Möglichkeiten anschaue, die zu dem Unternehmen passten wie Digital und Telemedizin.

Das kalifornische Unternehmen hat sich auf Produkte zur Diagnose von Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen spezialisiert und bietet wie Qiagen auch Covid-19-Tests an.

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