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BiotechkonzernModerna punktet mit Daten zu mRNA-Grippeimpfstoff

Aufgrund der sinkenden Nachfrage nach Covid-Vakzinen setzt der US-Konzern auf neue Mittel. Der Grippeimpfstoff könnte nun schon in einem Jahr auf den Markt kommen. 13.09.2023 - 16:35 Uhr

Der Konzern zielt im Bereich Atemwegserkrankungen auf einen jährlichen Markt von etwa 30 Milliarden Dollar ab.

Foto: Reuters

Der US-Biotechkonzern Moderna bekommt Rückenwind durch positive Studienergebnisse mit seinem neuartigen Grippeimpfstoff. „Unsere mRNA-Plattform funktioniert“, sagte Vorstandschef Stephane Bancel am Mittwoch anlässlich eines Updates zur Forschungs- und Entwicklungsstrategie.

Mit dem Grippeimpfstoff hätten nun – zusammen mit früheren Ergebnissen bei Covid und RSV – drei Programme von Moderna zur Behandlung von Atemwegserkrankungen positive Phase-3-Daten erzielt. Der Grippeimpfstoff habe in der entscheidenden Studie alle Ziele erreicht und eine stärkere Immunreaktion gegen alle vier A- und B-Stämme des Virus hervorgerufen als herkömmliche Impfungen.

Moderna-Aktien legten im vorbörslichen Handel an der Wall Street rund sieben Prozent zu. Nach Einschätzung von Jefferies-Analyst Michael Yee könnte Moderna diese Daten nutzen, um eine beschleunigte Zulassung seiner Grippeimpfung in den USA bis zum Jahresende zu beantragen und den Impfstoff wahrscheinlich bis zur Saison 2024/2025 auf den Markt zu bringen.

Im April hatte Moderna noch erklärt, dass noch nicht genügend Daten vorlägen, um zu bestimmen, ob das Vakzin erfolgreich sein wird.

Der Konzern zielt im Bereich Atemwegserkrankungen auf einen jährlichen Markt von etwa 30 Milliarden Dollar ab, der sich aus 15 Milliarden für Covid-19, zehn Milliarden für RSV und einem Grippemarkt von sechs Milliarden zusammensetzt. Die Umsätze von Moderna mit Atemwegsprodukten dürften sich im Jahr 2027 voraussichtlich auf acht bis 15 Milliarden Dollar belaufen, abhängig von den Impfraten, der Wirksamkeit und dem Marktanteil der Firma.

Moderna will Produktion von Covid-Impfstoffen zurückfahren

Bis 2028 dürften zudem Umsätze von zehn bis 15 Milliarden Dollar durch neue Produkte in den Bereichen Krebs, seltene und latente Krankheiten hinzukommen. Forschung und Entwicklung will Moderna bis dahin mit Investitionen von etwa 25 Milliarden Dollar vorantreiben.

Da die Nachfrage nach Covid-Impfstoffen, die dem Konzern in der Pandemie zu Milliardenumsätzen verhalf, zurückgeht, will Moderna deren Produktion zurückfahren. Das Unternehmen befindet sich dazu in Gesprächen mit seinen Partnern, die weltweit Fläschchen und Spritzen mit dem Vakzin abfüllen, um die Produktion zu reduzieren.

„In den letzten Jahren waren wir im Pandemiemodus und haben eine Milliarde Dosen pro Jahr produziert“, sagte Moderna-Präsident Stephen Hoge. „Wir haben auf den Moment gewartet, in dem die Pandemie offiziell hinter uns liegt und wir unsere Produktionskapazitäten umstrukturieren müssen.“

Für 2023 rechnet Moderna weiter mit einem Corona-Umsatz von sechs bis acht Milliarden Dollar, abhängig von den Impfquoten in den USA. Dort hatte Moderna am Montag grünes Licht für seinen an die Omikron-Untervariante XBB.1.5 angepassten Impfstoff erhalten. Mit der EU gibt es für diesen bislang keine Liefervereinbarung. Diese setzt für die Herbst-Winter-Impfkampagne in den Mitgliedstaaten auf das angepasste Vakzin von BioNTech/Pfizer.

rtr
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