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BMW und Toyota Gemeinsame Grundlagenforschung

Die Japan-Connection: BMW arbeitet ab sofort mit dem Konkurrenten Toyota zusammen. Die Kooperation umfasst Dieselmotoren und die gemeinsame Entwicklung moderner Batterietechnik.

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Der BMW-Stand auf der diesjährigen Tokyo Motor Show. Quelle: AFP

Frankfurt Heute ist ein großer Tag für BMW: Wenn über der Firmenzentrale in München die Sonne aufgeht, werden die Vorstände Klaus Draeger und Ian Robertson in Japan ein für den Konzern wichtiges Bündnis besiegeln. Der bayerische Premiumhersteller und der größte japanische Autobauer Toyota rücken enger zusammen.

Am Rande der Tokyo Motor Show suchen damit zwei Schwergewichte der Branche den Schulterschluss. BMW wird nach Angaben aus Branchenkreisen künftig Toyota nicht nur moderne Dieselmotoren liefern, die die Japaner in Europa dringend brauchen. Beide Konzerne wollen auch in der Grundlagenforschung für die nächste Generation der Lithium-Ionen-Batterie gemeinsame Sache machen. Dieser Batteriemarkt ist hochlukrativ: Nach einer Studie der Unternehmensberatung Bain wird er in Europa bis 2020 auf bis zu 22 Milliarden Euro anwachsen.

Für die Autobauer ist es ein Kulturbruch, den sie riskieren müssen. Die Zeiten, in denen jeder für sich allein forschen, entwickeln und produzieren konnte, sind vorbei. Die anstehenden Milliardeninvestitionen in neue Technologien zwingen die Hersteller zur Zusammenarbeit mit den Rivalen. So bleiben auf der Motorhaube zwar die alten Embleme. Unter dem Blech steckt aber immer häufiger ein Gemeinschaftsprodukt.

Kooperationen zwischen deutschen und japanischen Autobauern gelten indes wegen der kulturellen Unterschiede als schwierig. So steht das vor zwei Jahren geknüpfte Bündnis zwischen VW und Suzuki vor dem Scheitern. Das BMW-Management schreckt das offenbar nicht. Carsten Herz.

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