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Boeing Späte Überraschung bei Dreamliner

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Beinfreiheit für alle

Menschen im Dreamliner bei der Dubai air show Quelle: dapd

Doch wer genau hinsieht, erkennt dann doch die erste Verbesserung zu anderen Flugzeugen. Weil die 787 etwas schmaler ist andere Langstreckenmaschinen, stehen statt der üblichen Minisitzgruppen mit zwei oder drei Sesseln in keiner Reihe mehr als vier Fauteuils. Damit genießen nun auch Business-Passagiere etwas was bei Lufthansa nur First-Class-Kunden bekommen: Jeder Sitz hat einen direkten Zugang zum Gang und wer sich im Flug die Beine vertreten will oder nachts mal raus muss, braucht nicht über den Sitznachbarn zu klettern. Und wer mit etwas Glück eine Reihe mit einer geraden Nummer erwischt, bekommt gar eine Art Thron mit breiten Ablagen auf beiden Seiten.
Für Leute, die vertraulich arbeiten oder ungestört schlafen wollen, ist das wunderbar. Doch die Familie mit den zwei kleinen Kindern vor mir hat mit dem Design so ihre Last. Als eines der Kinder etwas wünscht und das – wie es bei Vorschülern schon mal vorkommt – bitte sofort, dann wird es schwierig. Weil Papa kurz vor dem Start seinen Platz nicht verlassen darf, muss er nun dem kleinen Mädchen aus der Ferne das Filmprogramm wechseln, doch so sehr er sich auch streckt und die Fernbedienung aus dem Sitz zieht, er schafft es – zum Unmut des Nachwuchses – erst nach mehrere Versuchen.

Singende Turbinen
So hat er keine Augen für das eindrucksvolle Abschiedsspektakel. Trotz Nieselregen stehen wahrscheinlich gut 100 Leute mit Transparenten am Rand der Rollbahn und winken. Dann endlich der Start. „Der ist etwas lauter als erwartet mit einem typischen Singen der Turbinen“, hat mir kurz vor dem Start noch einer der Ehrengäste erzählt, der bereits um Herbst auf einem der Testflüge dabei war. „Und weil der Kunststoff den Schall nicht so gut isoliert wie Metall, ist es auch im Flug etwas lauter – besonders während des Flugs.“
Doch das ist nun wirklich übertrieben. Natürlich sind die Triebwerke zu hören. Aber letztlich ist es in der Kabine nicht nur genauso leise wie beim Super-Airbus A380 und deutlich leiser als das Singen eines startenden Airbus A320 oder einer Boeing 737 und ganz ohne das manchmal schon etwas unangenehme Schaukeln eines Jumbojets 747 vor dem Abheben. Wer nicht aus dem Fenster sieht, bemerkt das Abheben der Maschine nicht einmal.

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