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Boeing Späte Überraschung bei Dreamliner

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Ernüchternde Business Class

Die Rekorde des Dreamliners
Dreamliner Quelle: dapd
Dreamliner Quelle: REUTERS
Dreamliner Quelle: REUTERS
Dreamliner Quelle: AP
Auslieferungen des Dreamliners50 Dreamliner wurden bereits ausgeliefert. Die beiden japanischen Gesellschaften ANA (17) und JAL (7) kommen mit 24 Maschinen fast auf die Hälfte aller bisher gelieferten Jets. Darüber hinaus haben auch United Airlines, Air India (beide je 6), Qatar Airways (5), Ethiopian Airlines (4), LAN Airlines (3) und LOT aus Polen (2) die Boeing 787 in ihren Flotten. In Deutschland hat bislang keine Fluggesellschaft den Dreamliner. Air Berlin hat aber 15 Stück bestellt, die 2015 ausgeliefert werden sollen. Tui Travel will 13 Maschinen abnehmen. Quelle: dpa
Vorstellung des DreamlinersAls der Dreamliner am 15. Dezember 2009 das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, war zwar ein Meilenstein geschafft. Aber... Quelle: dpa
Dreamliner Quelle: dapd

Das alles sieht dem Star der Veranstaltung keiner an. Gut, die Front ist etwas windschnittiger. Und Kenner freuen sich am hyperkritischen Flügel, wie Experten die leicht nach hinten und oben gezogene Tragflächenform nennen. Doch besonders jetzt, wenn der Frankfurter Nieselregen die Sicht ein wenig verdüstert, macht die Maschine nicht viel her. So ist es kein Wunder, dass der Superjumbo A380 der Lufthansa für fast die dreifache Zahl an Passagieren, der mitten in einer der Festreden vorbeizieht, deutlich mehr Blicke auf sich zieht. „Aber warten sie es ab“, sagt mir ein Mitarbeiter de ANA. „Wenn Sie drin sitzen, sind sie wirklich begeistert.“
Als wir dann an Bord gehen, ist die Begeisterung zunächst wieder nur bei Kindern im Kapitänsdress zu spüren. Sie liefern sich einen fröhlichen Wettbewerb, wer den Passagieren eine Tüte mit ein paar Fanartikeln überreichen darf: ein großer Fanschal der ANA, ein Minibembel für Apfelwein und ein handgroßes quadratisches Ding aus Holz. „Ist das ein Übertopf für einen kleinen Bonsaibaum?“, frage ich einen der lächelnden Japaner. „Nein“, antwortet er. „Das ist ein Trinkbecher für Sake.“

Schnittige Economy Class
Aber als erstes kommt der tolle Eingangsbereich. Er vermittelt ein tolles Raumgefühl, weil er dank ein paar optischer Tricks vorgaukelt, die Kabine wäre nicht bloß drei, sondern fast zehn Meter hoch. So zumindest war es Ausstattungszentrum von Boeing bei Seattle im Nordwesten der USA. „In die 787 kommen sie nicht in die Küche, sondern quasi wie in einen Vorraum zum Wohnzimmer“, hatte mir bei einem meiner Besuche Mike Bair, der damalige Programmchef der 787, versprochen.
Hier bei ANA fällt der Effekt leider aus. Es gibt zwar das Atrium mit dem Augentäuscher. Nur leider stehen darunter wie gewohnt die Toiletten und die Küche mit ihren Schränken und Öfen. Und ernüchternd geht es weiter. In der Kabine sind keine neuen futuristischen Schlafsessel wie bei den Boeings, sondern die gewohnte Business Class der ANA. Nur die Economy wirkt etwas schnittiger mit den großen Bildschirmen und den leicht geneigten Sitzrahmen.

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