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Boeing Späte Überraschung bei Dreamliner

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Toiletten im japanischen Stil

787 Dreamliner startet auf dem Flughafen in Frankfurt Quelle: dapd

Die anderen Flugbegleiter kümmern sich um die Erwachsenen, nehmen Essens-und Getränkewünsche entgegen und verteilen schließlich Urkunden für die Teilnahme am Erstflug, handsigniert von Pilot und Co-Piloten sowie dem Topmanagement. Das Kind nimmt schließlich das Kuscheltier, redet mit ihm und pflegt den kleinen leicht angegrauten Nager mit kräftigen Wischern des feuchten Erfrischungstuchs.
Zeit den Rest anzusehen. Die Arbeitspause ist eine gute Gelegenheit mal die Waschräume aufzusuchen. Auch hier wurden wahre Wunderdinge beim Design versprochen. Nach der leichten Ernüchterung beim Rest der Inneneinrichtung bin ich aber etwas skeptisch.
Doch die Skepsis ist unnötig. Denn die Toiletten sind wirklich größer und freundlicher als bisher. Und natürlich typisch japanisch mit vielen Schriftzeichen und Spielereien wie einem in die Toilette eingebauten Bidet und einem Fühler, der vor dem Spülen prüft, ob der Nutzer auch wirklich aufgestanden ist. Nur bei der Tür mit ihrer neuen Mechanik braucht man ein wenig Übung, um beim Öffnen nicht dagegen zu stoßen.

Essen gut, Strom mangelhaft
Dann kommt das Essen und die 787 zieht zum ersten Mal ihren größten Trumpf: die Bordatmosphäre mit einer feuchteren und weniger dünnen Luft. Bisher war an Bord eher schnelleres Essen angesagt, weil Gemüse und Reis sonst quasi beim Zusehen trocken und schwerer genießbar wurden. Dazu mussten die Köche wegen der dünnen Luft deutlich kräftiger würzen, was zusammen mit der trockenen Luft für permanenten Durst sorgte.
Natürlich hat das Essen auch heute nicht wirklich Restaurantqualität. Aber die zarte Soße hält das Aroma, der Thunfisch bleibt auch ohne Ölbad saftig und selbst die Körner des ohnehin etwas trockener servierten japanischen Reis sind auch nach fast zehn Minuten nicht zurückgeschrumpft. Wunderbar.
Als dann auch nach vier Stunden die Stromanschlüsse nicht funktionieren, kommt die Flugbegleiterin Namoko, entschuldigt sich bei allen Passagieren und verteilt an alle, die einen Laptop dabei haben, Reisegutscheine für den nächsten Flug.

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