Branchenblick Deutschlands Chemieindustrie stagniert

Deutschlands drittgrößter Industriezweig ist in diesem Jahr nicht vom Fleck gekommen. Der Umsatz der deutschen Chemiebranche stagniert 2012 bei 184 Milliarden Euro. 2013 soll aber wieder besser werden.

Der Umsatz Deutschlands drittgrößter Industriebranche stagnierte 2012. Die deutsche Chemiebranche spricht dennoch nicht von einer Krise und prognostiziert für das kommende Jahr 2013 eine Umsatz- und Produktionssteigerung. Quelle: dpa-dpaweb

Neben Autos und Maschinen hängt der Wohlstand der deutschen Industrie vor allem von der Chemieindustrie ab. Und da die Branche nahezu das gesamte produzierende Gewerbe mit Kunststoffen, Lacken oder Chemikalien beliefert, sind ihre Zahlen ein wichtiger Frühindikator für die deutsche Wirtschaft. Karl-Ludwig Kley, der Präsident der Verbandes der Chemischen Industrie, schlägt nun zum Jahresende verhaltene Töne an, nachdem die Prognosen zum Jahresanfang noch deutlich optimistischer klangen. "2012 war ein durchwachsenes Jahr für die deutsche Chemie", sagte Kley, der im Hauptberuf dem Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck vorsteht.

Die größten Chemiekonzerne der Welt
Das Mitsubishi Chemical-Werk in Yokohama Quelle: Pressebild
Platz 8: Dupont Quelle: dpa
Platz 7:LyndellBasell Quelle: AP
Screenshot Formosa Plastics Quelle: Screenshot
Platz 4: Exxon Mobil Quelle: Reuters
Platz 6: Sabic Quelle: dpa
Platz 6: Shell Quelle: Reuters

Zwar läuft es für die Chemieunternehmen in China und den Schwellenländern gut, dafür sinkt jedoch die Nachfrage aus dem Inland und den kriselnden Euro-Südländern. Statt in diesen unsicheren Zeiten neue Bestellungen aufzugeben, reduzieren viele Industriekunden erst einmal ihre Lagervorräte, beklagte etwa BASF-Chef Kurt Bock im Laufe dieses Jahres. Während 2012 der Gesamtumsatz der Branche bei 184 Milliarden Euro stagniert, sank die Produktion gegenüber dem Vorjahr  um drei Prozent. Immerhin: Die Zahl der Beschäftigten stieg im Laufe dieses Jahr um zwei Prozent auf 437.000. Anscheinend erwarten die Chemieunternehmen keine große Krise, sondern lediglich eine Wachstumsschwäche.

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Das Jahr 2013, prognostiziert der VCI, soll denn auch wieder besser laufen: Der Umsatz soll um zwei Prozent, die Produktion um 1,5 Prozent steigen. Zu Beginn dieses Jahres hatte der Verband noch mit einem Anstieg der Chemieproduktion zwischen zwei und drei Prozent für 2013 gerechnet.

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