Branchenverband VDMA Krieg und Lieferkettenprobleme bremsen Maschinenbauer

Die Auftragseingänge in der Branche sinken. Neben den Folgen des Ukraine-Kriegs und dem Materialmangel leiden die Maschinenbauer auch unter der abflauenden Konjunktur in China.

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Die Branche mit rund einer Million Beschäftigten gilt als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Quelle: dpa

Die Maschinenbauer bekommen die Auswirkungen des Ukrainekriegs und die Probleme bei den Lieferketten immer deutlicher zu spüren. Im April seien die Auftragseingänge sieben Prozent niedriger als im Vorjahresmonat gewesen, teilte der Branchenverband VDMA am Freitag mit. Dies sei der zweite Monats-Rückgang in Folge. Die Bestellungen im Inland seien um 17 Prozent geringer ausgefallen, die Aufträge aus dem Ausland um zwei Prozent.

Es seien mehrere Faktoren dafür verantwortlich gewesen, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. „Insgesamt litten die Bestellungen unter der abflauenden Konjunktur in China, zahlreichen Produktionsbehinderungen sowie den direkten und indirekten Folgen des Ukraine-Kriegs.“

Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Februar bis April gingen die Bestellungen dem Verband zufolge um ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Aus dem Inland seien drei Prozent weniger Orders eingegangen, während die Auslandsaufträge stagnierten. Die Branche mit rund einer Million Beschäftigten gilt als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Erst am Montag hatte der VDMA seine Produktionsprognose für 2022 auf plus ein Prozent von zuvor vier Prozent gesenkt.

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