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Brexit Ford informiert May über möglichen Produktionsabzug aus Großbritannien

Ein ungeregelter Brexit könnte Ford teuer zu stehen kommen. Der Autobauer bereitet laut einem Bericht daher alternative Standorte auf das mögliche Szenario vor. Auch andere Unternehmen warnen.

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London Ford trifft einem Zeitungsbericht zufolge verstärkt Vorkehrungen für einen Produktionsabzug aus Großbritannien. Der US-Autobauer habe Premierministerin Theresa May in einem Telefonat mit führenden Unternehmern informiert, dass er alternative Standorte im Ausland entsprechend vorbereite, berichtete „The Times“ am Dienstag.

Einem Teilnehmer zufolge hätten andere Unternehmensvertreter in dem Telefonat ebensolche Warnungen geäußert. „Es geht hier nicht mehr um Eventualitäten. Wir unternehmen Schritte wegen der Unsicherheit. Das ist real“, wurde der Teilnehmer zitiert.

Ford war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Der Konzern betreibt in Großbritannien zwei Motorenwerke. Im Januar teilte er mit, dass er mit Kosten in Höhe von bis zu einer Milliarde Dollar rechnen müsse, wenn es zu einem ungeregelten Brexit kommen sollte.

Ford ist die meist verkaufte Automarke in Großbritannien. Es ist der drittgrößte Markt der Amerikaner, die dort 13.000 Menschen beschäftigen. Etwa eines von drei Fahrzeugen, die Ford in seinem Kölner Werk produziert, werden nach Großbritannien geliefert.

Indes plant die EU gut eine Woche vor dem anvisierten Austrittsdatum offenbar einen Gipfel in Brüssel. Premierministerin May werde bei dem Treffen am 21. März noch einmal die Gelegenheit haben, im Streit über ihren Brexit-Kurs um Zugeständnisse der anderen 27 EU-Staats- und Regierungschefs zu werben, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg ebenfalls unter Berufung auf Insider.

Großbritannien soll am 29. März aus der Staatengemeinschaft ausscheiden. Zu welchen Bedingungen dies geschieht, ist bislang nicht geklärt. Es droht ein Brexit ohne Abkommen, was potenziell wirtschaftliche Belastungen für beide Seiten bedeuten dürfte.

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