Carlyle: Thyssenkrupp prüft Einstieg von Investor bei Marine-Tochter
Das beleuchtete Werftgelände von ThyssenKrupp Marine Systems am Ufer der Förde ist vor Sonnenaufgang zu sehen.
Foto: dpaThyssenkrupp prüft einen Einstieg des US-Finanzinvestors Carlyle bei seiner Tochter Marine Systems. Beide Unternehmen verständigten sich darauf, in eine vertiefende Prüfung und Bewertung (Due Diligence) der Marinesparte einzusteigen, teilte der Industriekonzern am Dienstag mit. Gegenstand dieser Bewertung sei ein möglicher Teilverkauf von Thyssenkrupp Marine Systems an Carlyle.
Die Einbindung von Carlyle schließe die parallele Sondierung weiterer Möglichkeiten der Verselbstständigung am Kapitalmarkt nicht aus. Zeitgleich liefen Gespräche mit der Bundesregierung zur Beteiligung des Staates am Marinegeschäft.
Thyssenkrupp prüft seit dem vergangenen Jahr, wie es mit der Tochter weitergehen soll. Auch die Bundesregierung hat Gespräche über eine Beteiligung bestätigt. IG Metall und der Betriebsrat haben sich für einen Einstieg des Bundes ausgesprochen und sich auch gegenüber Carlyle offen gezeigt.
Die weltweit wachsende Nachfrage nach U-Booten, Marineschiffen sowie Über- und Unterwassertechnologie sorge für zusätzliche Wachstumschancen für Thyssenkrupp Marine Systems, erklärte der Konzern. Durch die eigenständige Aufstellung der Sparte sollten diese Chancen besser genutzt werden. Mit der Eigenständigkeit wäre zudem ein guter Ausgangspunkt für eine mögliche nationale und europäische Konsolidierung gegeben. Thyssenkrupp Marine Systems beschäftigt rund 7.800 Mitarbeiter.