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Cementa HeidelbergCement-Tochter kündigt Produktionskürzungen an – Rationierung der Zementlieferungen droht

Cementa warnt vor Produktionskürzungen ab Dezember, Kunden seien über eine mögliche Rationierung der Zementlieferungen informiert worden. Grund sind rechtliche Unsicherheiten.

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Die Kunden seien über eine mögliche Rationierung der Zementlieferungen informiert worden. Quelle: via REUTERS

Die schwedische HeidelbergCement-Tochter Cementa hat wegen der unklaren Rechtslage über den Betrieb ihres Werkes auf Gotland Produktionskürzungen ab Dezember angekündigt. „Es ist derzeit sehr unsicher, ob das Werk Slite die notwendige Erlaubnis für die weitere Produktion erhalten wird“, erklärte das Unternehmen am Donnerstag.

Die Kunden seien deshalb über eine mögliche Rationierung der Zementlieferungen informiert worden. Eine Betriebserlaubnis müsse von der Regierung spätestens Mitte November erteilt werden, um einen Mangel des Baustoffs zu vermeiden, ergänzte Cementa-Managerin Karin Comstedt Webb.

Hintergrund der Schwierigkeiten ist ein Gerichtsurteil vom Juli, nach dem das wichtigste Zementwerks des Landes den Abbau des Rohstoffs Kalkstein bis Ende Oktober einstellen soll. Grund ist eine Gefährdung der Grundwasserversorgung auf der Insel Gotland durch den Kalksteinbruch.

Die schwedische Regierung will dem Werk, das 75 Prozent des Zementbedarfs des Landes deckt, eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Doch diese steht noch aus und würde nach Aussage von Cementa auch keine dauerhafte Sicherheit bringen, weil sie juristisch angefochten werden könnte. Nach einem Bericht der Regierung wären 150.000 Arbeitsplätze im Bausektor gefährdet, wenn die Baustofflieferung ausfällt.

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    Das Werk Slite soll bei HeidelbergCement zudem ein Prestigeprojekt für Klimaschutz werden. Im Juni gab der Konzern bekannt, dieses bis 2030 zum ersten klimaneutralen Zementwerk https://www.heidelbergcement.com/de/pi-02-06-2021 der Welt auszubauen. Insgesamt betreibt der zweitgrößte Hersteller des Baustoffes weltweit rund 140 Zementwerke. Schwedens Klimaschutzpolitik bringt der Fall in die Zwickmühle: Sollte die Produktion im eigenen Land durch Zementimporte aus Ländern ohne Klimaschutzauflagen außerhalb Europas ersetzt werden, würde sich der CO2-Ausstoß erhöhen.

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